Jens Spahn will eine Verkürzung der Quarantäne-Zeit. Foto: dpa/Jörg Carstensen

Wer künftig aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt soll nach Willen des Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nur noch zehnt Tage in Quarantäne verbringen.

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will laut einem Medienbericht eine deutliche Verkürzung der Quarantäne für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten auf den Weg bringen. Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Gesundheitsministerium hervor, wie das Nachrichtenportal „ThePioneer“ (Freitag) berichtet. Es bleibt demnach bei der Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer aus Regionen, die vom Robert Koch-Institut (RKI) als Corona-Risikogebiete eingestuft werden. Diese soll künftig grundsätzlich zehn Tage nach Einreise umfassen - vier Tage weniger als bislang.

Meldepflicht bei Symptomen

„Ab dem fünften Tag in Absonderung besteht die Möglichkeit, durch ein negatives Testergebnis die Absonderung zu beenden“, heißt es demnach in dem Entwurf. „Der Test darf frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden.“

Betroffene sollen die zuständige Behörde allerdings unverzüglich informieren müssen, sollten sie binnen zehn Tagen nach Einreise für Corona typische Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust haben. Die Musterverordnung des Gesundheitsministers soll als Empfehlung für die Länder dienen.

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