Eigentlich hatte Winfried Kretschmann angekündigt Veranstaltungen verbieten oder zumindest erheblich beschränken zu wollen. Das sollte das Kabinett ursprünglich bereits am Dienstag beschließen. (Archivbild) Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Entgegen der Ankündigung will die Landesregierung am Dienstag nun doch keine schärferen Corona-Regeln beschließen. Winfried Kretschmann hatte am Montag gesagt, dass öffentliche Veranstaltungen untersagt oder reduziert werden sollen.

Stuttgart - Die Landesregierung will nun doch nicht wie angekündigt bereits am Dienstag schärfere Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschließen. „Mit Blick auf die ja sehr kurzfristig angesetzte Schalte zwischen Bund und Ländern werden wir erst im Nachgang dazu die konkreten Maßnahmen für das Land festzurren“, teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Montag angekündigt, Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen wegen der sich zuspitzenden Pandemie verbieten oder zumindest erheblich beschränken zu wollen. Das sollte das Kabinett am Dienstag eigentlich beschließen.

Festhalten an Verschärfungen

An den Verschärfungen wolle aber man festhalten, sagte die Sprecherin. Sie sollen vermutlich am Mittwoch per Umlaufverfahren beschlossen werden.

Um 13.00 Uhr am Dienstag schalten sich die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem wohl künftigen Kanzler Olaf Scholz (SPD) zusammen. Dabei soll es um die Eindämmung der Pandemie und Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen gehen.

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