Auch Unterricht an Samstagen erteilte die neue baden-württembergische Kultusministerin eine Absage (Symbolbild). Foto: dpa/Matthias Balk

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich Anfang März zu einer möglichen Verkürzung der Sommerferien in der Coronakrise geäußert. Jetzt nimmt die neue Kultusministerin Stellung.

Stuttgart - Auch die neue baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) ist gegen kürzere Sommerferien, um pandemiebedingte Wissenslücken im Unterricht aufzuholen. „Die Schulzeit war jetzt nicht so, dass man digital zu Hause war und hat da entspannt die Füße aufs Sofa gelegt“, sagte sie am Mittwoch dem Südwestrundfunk (SWR). Die Zeit des Online- und Wechselunterrichts sei sogar sehr anstrengend für alle Beteiligten gewesen. Deshalb bräuchten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und Eltern eine Zeit der Erholung.

Auch Unterricht an Samstagen erteilte sie eine Absage: „Es ist so, dass die Leute mehr oder weniger am Rande ihrer Kräfte sind“, sagte Schopper, die zuletzt Staatsministerin und zuvor bayerische Grünen-Chefin war.

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Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatten den Vorschlag ebenfalls kritisiert. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte eine Verkürzung dagegen Anfang März für durchaus denkbar gehalten. „Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen“, hatte der Grünen-Regierungschef dem „Mannheimer Morgen“ gesagt.

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