Die Krankenhäuser im Land sind weiter schwer beschäftigt. Foto: dpa/Jan Woitas

In Baden-Württemberg liegt der erste Landkreis bei der Corona-Inzidenz über der 1000er Marke. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg seit Freitag um 9.

Stuttgart - Erstmals hat ein baden-württembergischer Landkreis in der vierten Corona-Welle die Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 übersprungen. Für den Schwarzwald-Baar-Kreis gab das Landesgesundheitsamt (LGA) den Wert am Samstag mit 1010,5 an, dicht gefolgt vom Landkreis Tuttlingen (983,9) und - mit größerem Abstand - dem Stadtkreis Pforzheim (750,7). Landesweit betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche 523,4 und sank damit im Vergleich zum Vortag geringfügig (525,3).

Verlegung von Intensivpatienten läuft

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg seit Freitag um 9 auf 11 947. Insgesamt wurden 875 960 bestätigte Corona-Fälle registriert, was einer Zunahme um 6968 entspricht.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen war am Freitag im Vergleich zum Donnerstag um 19 auf 636 gestiegen. Mehr als die Hälfte von ihnen (346) wurde laut LGA künstlich beatmet. Wegen der regionalen Überlastung wurde schon mit der Verlegung baden-württembergischer Intensivpatienten innerhalb Deutschlands begonnen.

Lesen Sie auch aus unserem Angebot: Kretschmann kritisiert „SA-Methoden“ bei Protest in Sachsen

Die Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100 000 Menschen und Woche) lag am Samstag bei 6,18 (Vortag: 6,6). Der Wert spielt eine bedeutende Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist aber in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Aktuelle Meldungen, wissenswerte Hintergründe und nützliche Tipps – in unserem Dossier bündeln wir alle Artikel zu Corona.