Bei Daimler gibt es jetzt Kurzarbeit – für zunächst 14 Tage Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Krise trifft auch Daimler: Nach der Betriebsschließung beantragt der Konzern jetzt Kurzarbeit.

Stuttgart - Der Stuttgarter Daimler-Konzern beantragt vom 6.4. an für einen Großteil der Produktion und ausgewählte Verwaltungsbereiche Kurzarbeit. „Damit reagiert das Unternehmen auf die weitreichenden Auswirkungen des Corona-Virus und die daraus resultierenden zunehmend schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens. Von der Kurzarbeit seien Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke des Unternehmens in Deutschland betroffen. Notwendige Grundfunktionen sowie Zukunftsthemen und strategische Projekte seien von der Kurzarbeit ausgenommen, um nach der Krise wieder voll durchstarten zu können. Die Kurzarbeit wird bis zum 17. April beantragt.

Interner Appell an die Mitarbeiter

„Danke an alle, die durch ihre Solidarität mithelfen, in dieser Zeit die sozialen Kontakte auf das absolut Notwendigste zu reduzieren“, heißt es in einem internen Schreiben an die Belegschaft, das unter anderem von Konzernchef Ola Källenius und Betriebsratschef Michael Brecht unterzeichnet ist. „Gegenwärtig lässt sich nicht abschätzen, ob und wann die Ausbreitung des Corona-Virus soweit verlangsamt ist, dass wir als Gesellschaft und auch unser Gesundheitssystem im Alltag damit umgehen können“, heißt es in den Schreiben. „Die Zeiten bleiben ungewiss. Ob sich eine Trendwende einstellt, haben wir alle zusammen in der Hand, in dem wir unsere sozialen Kontakte reduzieren und die empfohlenen Hygienemaßnahmen beachten.“

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