VfB-Chef Thomas Hitzlsperger kürzlich bei der Essensausgabe in der Stuttgarter Vesperkirche. Foto: Baumann

Auch beim VfB Stuttgart werden die Folgen des Coronavirus auf den Fußball seit Tagen diskutiert. Auch ein teilweiser Gehaltsverzicht ist kein Tabuthema, wie VfB-Chef Thomas Hitzlsperger sagt.

Stuttgart - Die Folgen der Coronakrise für die Fußball-Proficlubs beschäftigt seit Tagen auch die Verantwortlichen beim VfB Stuttgart. Der Zweitligist hatte am 9. März das bis dato letzte Spiel der ersten und zweiten Liga vor Zuschauern absolviert (1:1 gegen Arminia Bielefeld), das darauf folgende Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden fand dann schon nicht mehr statt. Es wurde eine Spielpause beschlossen.

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Die gefährdet die Zahlung eines Teils der TV-Gelder – vor allem, wenn die Saison nicht zu Ende gespielt werden könnte, drohen massive Einschnitte. Über die möglichen Szenarien haben sich zuletzt auch die handelnden Personen beim VfB intensiv ausgetauscht. Ein Thema wurde dabei nicht ausgeklammert: ein möglicher Verzicht auf Teile des Gehalts. Gerade von gut verdienenden Profis war dies in der Fußballbranche zuletzt immer wieder gefordert worden.

Spieler werden ausführlich informiert

„Wir werden zunächst die Spieler ausführlich über die Gesamtsituation, und im besonderen die Lage des VfB, informieren“, sagte Hitzlsperger nun gegenüber unserer Redaktion, „wir wollen darstellen, welchen Beitrag jeder Einzelne leisten kann, um die Handlungsfähigkeit des Clubs möglichst lange aufrechtzuerhalten.“ Weiter sagte er: „Wir werden nichts unversucht lassen, diese Krise gemeinsam zu überstehen.“

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Ganz speziell und mit persönlichem Bezug ging er auf das Thema Gehaltsverzicht ein: „Sie können davon ausgehen, dass ich beim Thema Gehaltsverzicht vorangehen werde.“ Hitzlsperger steht seit dem vergangenen Oktober als Vorstandsvorsitzender an der Spitze der VfB Stuttgart 1893 AG.

Das Problem beim Thema Gehaltsverzicht. Einige Spieler mit gut dotierten Verträgen könnten zwar eher leicht einen Beitrag leisten. Alle Mitarbeiter des Vereins hatten aber schon nach dem Abstieg im vergangenen Sommer auf bis zu 30 Prozent ihrer Bezüge verzichten müssen. Erst nach einem möglichen Aufstieg wären die Summen wieder angehoben worden. Das scheint nun fraglicher denn je – nicht nur, weil keiner weiß, ob der VfB noch die Möglichkeit bekommt, sich sportlich für Liga eins zu qualifizieren.

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