Insgesamt 25 Männer, die unter Tage am Projekt Stuttgart 21 gearbeitet haben, sind inzwischen mit dem Coronavirus infiziert. Foto: dpa/Marijan Murat

92 türkische Tunnelarbeiter waren bis Donnerstagabend in Quarantäne. Einige dürfen nun wieder arbeiten – 19 weitere von ihnen haben sich allerdings mit dem Coronavirus infiziert.

Stuttgart. - 19 weitere türkische Eisenbieger, die in einem Stuttgart-21-Tunnel gearbeitet haben, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie gehören zu der Gruppe aus 92 Männern, die nach sechs Erkrankungsfällen zuletzt in ihrer Arbeiterunterkunft in Quarantäne gewesen waren. Tatsächlich erkrankt ist bisher keiner der 19 Männer.

„Die Quarantäne sollte noch bis zum Donnerstag andauern. Obwohl niemand Krankheitssymptome aufwies, hatten wir veranlasst, dass alle auf Covid-19 getestet werden. Diese Testungen waren in 19 Fällen positiv“, sagt Florian Hölzl, stellvertretender Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts. Die Männer sowie ihre direkten Kontaktpersonen mussten daher in eine gesonderte Isolation – insgesamt 43 Personen. „Wer symptomfrei ist und negativ getestet wurde, für den hat die Isolation geendet“, so Hölzl.

Die 43 Männer sind in eine Schutzunterkunft der Landeshauptstadt gebracht worden. Stuttgart unterhält bisher drei solche Einrichtungen. Sie bieten Platz für Corona-Infizierte und Verdachtsfälle, die sich in häusliche Isolation begeben müssen und in Gemeinschaftsunterkünften wohnen oder in engem Kontakt zu besonders gefährdeten Gruppen stehen. Auch Menschen in diagnostischer Abklärung mit Unterstützungsbedarf können dort einziehen. Der Transport von der Arbeiterunterkunft in der Nähe des Nordbahnhofs in die Schutzunterkunft am Donnerstagabend sei völlig reibungslos verlaufen, so Hölzl. Die Frage, wo die ersten erkrankten Arbeiter sich angesteckt haben, ist nach wie vor offen.

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