Das Kreuzfahrtschiff MS Artania liegt vor Australien. Foto: dpa

Australien hat am Donnerstag ein Kreuzfahrtschiff mit sieben Corona-Fällen und überwiegend deutschen Passagieren an Bord angewiesen, australische Gewässer zu verlassen. Andernfalls will Westaustraliens Regierungschef die Regierung um den Einsatz der Marine bitten.

Sydney - Australien hat am Donnerstag ein Kreuzfahrtschiff mit sieben Corona-Fällen und überwiegend deutschen Passagieren an Bord angewiesen, australische Gewässer zu verlassen. Andernfalls werde er die Regierung um den Einsatz der Marine bitten, sagte Westaustraliens Regierungschef Mark McGowan am Donnerstag. Niemand werde an Land gelassen, „es sei denn, ein Passagier befindet sich in einer lebensbedrohlichen Notlage“, sagte er.

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Sieben Passagiere an Bord der „Artania“, die in der Nähe des Hafens von Fremantle vor Anker liegt, wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Die Betreiber wollen die überwiegend deutschen Passagiere nach eigenen Angaben am Samstag von Australien aus per Charterflug heimfliegen. 

Zwei weitere Schiffe suchen einen Hafen

Zwei weitere Kreuzfahrtschiffe irren auf der Suche nach einem Hafen ganz in der Nähe umher. Die „Magnifica“ mit rund 1700 Passagieren an Bord war am Dienstag nach der Erlaubnis zum Auftanken in Fremantle aufgebrochen, musste aber umkehren, nachdem Dubai ein Anlegen untersagte.

Die rund 800 Australier an Bord der „Vasco de Gama“ dürfen nach Behördenangaben demnächst das Schiff verlassen. An Bord der „Artania“ und der „Magnifica“ befinden sich keine australischen Passagiere.

Vergangene Woche hatten die Behörden die „Ruby Princess“ in Sydney anlegen und die Passagiere von Bord gehen lassen. Danach wurden mehr als 130 Infektionsfälle und ein Todesopfer gemeldet.

In Westaustralien wird ein Viertel der Coronavirus-Fälle mit der Ankunft von Kreuzfahrtpassagieren in Verbindung gebracht. In ganz Australien werden derzeit knapp 3000 Fälle und 13 Tote gemeldet.

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