Geimpfte Menschen sind weniger ansteckend – das geht aus einer Studie hervor. Foto: dpa/Marcus Brandt

Einer britischen Coronastudie zufolge sind geimpfte Menschen weniger ansteckend als nicht geimpfte. Für die Studie wurden die Daten aus rund 24.000 Haushalten ausgewertet.

London - Von Geimpften geht nach einer britischen Studie ein deutlich geringeres Übertragungsrisiko aus als von nicht Geimpften. Grundlage der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung sind Daten von Menschen, die sich drei Wochen nach der Impfung mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca mit dem Coronavirus angesteckt hatten.

Bei ihnen war die Wahrscheinlichkeit, im selben Haushalt lebende Menschen zu infizieren, zwischen 38 und 49 Prozent geringer als bei nicht geimpften Menschen, die sich angesteckt hatten. Die Untersuchung gibt Hinweise auf eine zentrale Frage bei der Bekämpfung der Pandemie: Inwieweit bremsen Impfung die Weiterverbreitung des Virus?

Daten aus rund 24.000 Haushalten

„Wir wissen bereits, dass die Impfungen Leben retten. Diese Studie ist die umfassendste Analyse tatsächlicher Fälle, und sie zeigt, dass die Impfungen auch die Infektionskette unterbrechen können“, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock.

Für die Studie wurden die Daten aus rund 24.000 Haushalten ausgewertet, in denen sich ein Geimpfter angesteckt hatte. Dabei kam es insgesamt zu über 57.000 Kontakten der Infizierten mit anderen Mitgliedern des Haushalts. Diese Daten wurden verglichen mit rund einer Million Kontakten von nicht geimpften, infizierten Personen.

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