Doe Protestfahrt war am Wasen gestartet. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner

Im Netz ernten die „Querdenker“ für ihre Demo in Form eines Autokorsos viel Kritik. Autofahrer sind genervt vom deswegen entstandenen Stau und vom Hupkonzert der Teilnehmenden.

Stuttgart - Noch während die Autos der sogenannten Querdenker ihre Runden auf der Demostrecke drehten, wurde im Netz viel Kritik an der Aktion laut. Verkehrsteilnehmer regten sich über den Stau auf, aber auch über die Absperrungen der Polizei entlang der Strecke.

Zudem ging die Huperei der Korso-Fahrer vielen auf die Nerven. So auch dem Linken-Stadtrat Christoph Ozasek, der auf Facebook schreibt: „Dass unser Ordnungsbürgermeister zumindest das massive Hupkonzert als Auflage nicht untersagt, erschließt sich mir nicht.“ Das Ordnungsamt stellt klar, dass genau das der Fall gewesen sei: „Das Hupen ist kein zulässiges Versammlungsmittel und wurde bereits im Rahmen der Auflagen zur Durchführung der Versammlung untersagt. Einige Teilnehmer haben sich nicht an diese Auflage gehalten. Sofern die Personalien festgestellt wurden, wird eine Ordnungswidrigkeit geprüft“, sagt eine Sprecherin der Stadt Stuttgart. Der Auflagenverstoß sei der Anlass, vor einer etwaigen Folgeveranstaltung ein Kooperationsgespräch mit den Veranstaltern zu führen.

Der Feierabendverkehr gerät wegen der Demo ins Stocken

Nicht minder anstrengend fanden viele den Stau wegen des Korsos. „Natürlich kommt es zu Verkehrsbehinderungen, wenn sich ein mehrere Kilometer langer Autokorso in Bewegung setzt. Unsere Aufgabe ist, eine Versammlung zu ermöglichen. Dafür haben wir Straßen und Kreuzungen gesperrt“, sagt der Polizeisprecher Jens Lauer. Der Kritik, dass Straßen schon dicht gewesen seien, bevor der Korso angekommen war, entgegnet er: „Wir können nicht erst sperren, wenn die Autos der Teilnehmer da sind.“ Laut dem Ordnungsamt sei die Teilnehmerzahl deutlich höher gewesen als in den Wochen zuvor.

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