Nach der Coronapandemie müsse es ein Zurück nach draußen geben, sagt Schriftstellerin Cornelia Funke. Foto: dpa/Christophe Gateau

Dem Interesse der Kinder werde zu wenig Beachtung geschenkt, sagt Schriftstellerin Cornelia Funke in einem Interview. Das sei während der Coronapandemie noch schlimmer geworden.

Malibu/Mannheim - Nach Ansicht von Schriftstellerin Cornelia Funke wird den Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie zu wenig Beachtung geschenkt. „Das ist seit Jahren ein akutes Thema. Kinder und Jugendliche kommen immer nur am Rande vor“, sagte sie dem „Mannheimer Morgen“. Durch Corona sei das noch dramatischer geworden.

„Kinder werden zu kleinen Erwachsenen dressiert, anstatt zu sagen: Das ist unsere Zukunft und sollte das Kostbarste in unserem Leben sein“, kritisierte die 62-Jährige. Ihr Leben sei zu organisiert und zu behütet. „Kinder haben eigentlich kaum eigene Zeit und eigenen Raum. Da muss sich fundamental viel ändern“, so Funke.

Nach der Pandemie müsse es ein Zurück nach draußen geben. Kinder müssten die Welt und das Leben erfahren können. Funke sagte der Zeitung weiter: „Wir brauchen nicht noch mehr Dogmatismus. Wir müssen der Welt wieder erlauben, ein bisschen wilder zu werden, auch auf Kosten von Sicherheiten.“ 

Die deutsche Autorin wohnt auf einer Avocadofarm in Kalifornien, bis 2005 lebte sie in Hamburg. Funke („Tintenherz“) hat weltweit mehr als 20 Millionen Bücher verkauft.

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