Ein Strich bei C bedeutet ein negatives Ergebnis. Foto: Jarun Ontakrai / shutterstock.com

Wir erklären Ihnen, wie die bislang zugelassenen Corona-Schnelltests für den Eigengebrauch anzuwenden sind.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Stand heute sieben Corona-Schnellstests eine Sonderzulassung nach §11 Absatz 1 Medizinproduktegesetz (MPG) erteilt. Diese sogenannten Tests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests) soll es bereits ab Samstag bei ALDI zu kaufen geben. Weitere Händler folgen in der kommenden Woche. Aber wie funktionieren die Selbsttests eigentlich?

So funktioniert ein Schnelltest

Natürlich enthält jeder Schnelltest auch eine Gebrauchsanweisung, an die Sie sich immer strikt halten sollten. Die folgende Anleitung dient lediglich zur Veranschaulichung der Funktionsweise solcher Selbsttests.

Inhalte eines Testkits:

In der Regel finden Sie folgende Materialien in einem Corona-Schnelltest zur Eigenanwendung:
 

  • Ein Fläschchen mit der Pufferlösung
  • Testkassetten zum Auftragen der Lösung
  • Sterile Tupfer, um einen Abstrich zu machen
  • Probenröhrchen mit Tropfaufsatz
  • Röhrchenhalter
  • Beipackzettel

Anwendung des Selbsttests:

Waschen oder desinfizieren Sie sich zunächst die Hände. Füllen Sie nun die vorgeschriebene Menge Pufferlösung in ein Teströhrchen. Anschließend nehmen Sie einen Nasenabstrich mit dem Tupfer. Achten Sie dabei auf die Anweisungen im Beipackzettel zum richtigen Einführen und der Dauer des Abstrichs. Nachdem Sie fertig sind, wird der Tupfer für einige Sekunden in die Lösung getaucht. Danach kurz einwirken lassen und dann die Kappe auf das Röhrchen stecken. So können Sie die Lösung auf die Testkassette tröpfeln. Nach der vorgegebenen Wartezeit (15 bis 30 Minuten) wird das Ergebnis wie bei einem Schwangerschaftstest mit zwei Strichen optisch dargestellt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:
 

  • Positiv
  • Negativ
  • Ungültig

Wie verhalte ich mich bei einem positiven Ergebnis?

Zeigt der Schnelltest ein positives Ergebnis, sollten Sie sich in Quarantäne begeben und Ihren Hausarzt oder das zuständige Gesundheitsamt informieren. Denn es sollte unbedingt ein professioneller PCR-Test zur Absicherung gemacht werden. Dasselbe gilt bei anderem unklaren Ergebnis. Eine Meldepflicht für ein positives Ergebnis gibt es laut Bundesgesundheitsministerium bislang aber nicht.

Wie zuverlässig sind die Schnelltests?

Ein Schnelltest ist immer nur eine Momentaufnahme. Einige Stunden später könnte das Ergebnis schon wieder anders ausfallen. Darüber hinaus muss die Durchführung stimmen. Deshalb ist es wichtig, sich immer genau an die Gebrauchsanweisung der Schnelltests zu halten. Treten verdächtige Symptome auf, aber der Test zeigt ein negatives Ergebnis an, sollte erst mal abgewartet und der Test einige Stunden später wiederholt werden.

Schnelltest und Selbsttest: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe Schnelltest und Selbsttest meinen eigentlich das gleiche Verfahren. Anstatt die Proben wie bei einem PCR-Test im Labor zu untersuchen, werden Testkassetten zur Auswertung vor Ort verwendet. Der einzige Unterschied ist, dass die Antigen-Schnelltests bislang nur von geschultem Personal durchgeführt worden sind. Künftig können aber auch Laien die Schnelltests zu Hause ausführen, um so die Verbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen. Daher spricht man nun von Selbsttest. Weitere Informationen zu den Schnelltests für Laien finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

Lesen Sie auch: Ab wann schützt die Corona-Impfung?

Aktuelle Meldungen, wissenswerte Hintergründe und nützliche Tipps – in unserem Dossier bündeln wir alle Artikel zu Corona.