An Weihnachten und Silvester soll es erlaubt sein, mit zehn Personen zu feiern. Foto: dpa/Gerald Matzka

Zum Ende des Jahres soll es aufgrund der Feiertage möglich sein, trotz der Corona-Pandemie wieder zehn Personen zu treffen. In den sozialen Medien sorgt der Beschluss für Kritik und Unverständnis.

Stuttgart - Familien sollen auch in diesem Jahr gemeinsam Weihnachten und Silvester feiern können. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor. Demnach soll es zwischen dem 23. Dezember und 1. Januar möglich sein, sich mit maximal zehn Personen zu treffen. Egal ob aus dem eigenen, oder aus einem fremden Haushalt.

Deshalb sollen sich Bürger vor den Feiertagen wenn möglich eigenverantwortlich in eine Selbstquarantäne begeben. Dadurch sollen Angehörige und Freunde bei den späteren Treffen geschützt werden. Im Netz sorgte der Beschluss für viel Unverständnis, gerade aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen und den vielen Unternehmen, die um ihr Überleben kämpfen. Eine kleine Auswahl der Reaktionen.

Gerade über die Anzahl der erlaubten Kontaktpersonen machen sich einige Nutzer lustig. Dazu gehört auch die Satiresendung „heute-show“.

Andere User trauern dem einsamen Fest sogar hinterher. Sie hätten das für sie „nervige“ Zusammentreffen lieber alleine verbracht. Auch das Satiremagazin „extra3“ äußerte sich auf humorvolle Art und Weise zu dieser Thematik.

Einige Nutzer beschwerten sich auch über die Selbstquarantäne. Gerade vor Weihnachten befinden sich viele Menschen im Einkaufsstress. Die Situation wirft auch im Bezug auf die Arbeit vieler Menschen Fragen auf.

Nicht wenige befürchten, durch die Lockerungen zum Jahresende auch einen rasanten Anstieg der Neuinfektionszahlen und einen darauffolgenden erneuten Lockdown.

Am Dienstagmittag wollte sich Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) noch mit den Staatskanzleichefs der Länder besprechen. Vor den Beratungen mit Angela Merkel am Mittwoch könnte auch noch einiges geändert werden, heißt es.

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