An der Protestaktion „Operation Haarschnitt“ nahmen viele Friseure teil, die anderen Demonstrierenden kostenlos die Haare schnitten. Foto: imago images/ZUMA Wire/Jim West

Mit der „Operation Haarschnitt“ wehren sich rund 350 Protestierende in Michigan gegen die Corona-bedingten Ladenschließungen – und verzichten dabei auch auf den Mundschutz.

Stuttgart - Man muss zweimal hinsehen, so absurd ist der Anblick: Dicht gedrängte Menschen schwenken USA-Fahnen und tanzen zur Musik, die Stimmung ist ausgelassen. Mehrere Friseure haben sich provisorisch auf dem Platz aufgestellt und verpassen Demonstrierenden kostenlos einen neuen Haarschnitt. Mundschutz? Mindestabstand? Fehlanzeige.

Mit dieser Protestaktion wehrten sich Friseure im US-Bundesstaat Michigan gegen die Einschränkungen wegen des Corona-Virus. Viele Geschäfte, darunter Friseursalons, bleiben vorübergehend geschlossen. Bei der „Operation Haarschnitt“ haben sich am Mittwoch rund 350 Demonstrierende vor dem Parlament der Hauptstadt Lansing versammelt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Sehen Sie sich die Protestaktion „Operation Haarschnitt“ im Video an:

Schon mehrfach hat es im demokratisch regierten Michigan Proteste gegen die Corona-Beschränkungen gegeben. Vor drei Wochen sind sogar bewaffnete Demonstrierende in das Parlament eingedrungen.

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