Wegen zahlreicher Verstöße löst die Stadt am Mittwoch eine Demo auf. Foto: Lichtgut/Ferdinando Iannone

Bei einer Demo gegen die Corona-Schutzmaßnahmen haben sich nicht alle Teilnehmenden an die Auflagen der Stadt gehalten. Das kann nun teuer für sie werden.

Stuttgart - Wenn alle Verstöße, die bei einer Protestveranstaltung gegen die Corona-Schutzmaßnahmen aufgenommen wurden, mit einem Bußgeld am oberen Ende der Skala geahndet würden, käme ein Betrag von 24 000 Euro in die Stadtkasse. Denn die Polizei hat während und nach der Versammlung am Mittwoch auf dem Marktplatz 48 Verstöße gegen die Coronaverordnung festgestellt, die mit Bußgeldern von bis zu 500 Euro bewehrt sind. Die Anzeigen gehen nun an die Stadt, die die Ordnungswidrigkeiten ahndet. Weil es zu zahlreichen Verstößen kam, hatte die Stadt die Versammlung am Dreikönigstag nach knapp einer Stunde auch aufgelöst.

Zahlreiche Auflagen für die Demo erlassen

Für die Versammlung war eine Reihe von Auflagen erlassen worden. So mussten die Teilnehmer Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstand halten und von einem ursprünglich geplanten Aufzug absehen. Es machte sich dennoch eine Gruppe auf den Weg zum Karlsplatz, wo die Demo ursprünglich geplant war. Sie wurden von der Polizei gestoppt. In der Menge wurde immer wieder gegen die Abstandsregeln verstoßen und auch die Maskenpflicht wurde nicht eingehalten. Nach Ende der Versammlung zogen einige der Teilnehmenden auf den Karlsplatz. Auch dort wurden Verstöße verzeichnet. Ein 48-jähriger Mann schlug einen Polizisten, zwei Männer beleidigten Einsatzkräfte. Insgesamt wurden beim Einsatz zur Demo 57 Personen kontrolliert, meldet die Polizei.

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