Präsenzunterricht soll es in den Schulen für die kommenden Wochen nicht mehr geben. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Nachdem nun auch die Schulen wieder vor einem Lockdown stehen, kritisiert die Lehrergewerkschaft GEW die baden-württembergische Landesregierung für das lange Hin und Her im Vorfeld.

Freiburg - Die Lehrergewerkschaft GEW hat die Politik für das „wochenlange Hin und Her zum Thema Weihnachtsferien“ kritisiert. „Susanne Eisenmann und Winfried Kretschmann machen Wahlkampf auf dem Rücken der Schulen statt endlich dafür zu sorgen, dass wir alle so gut wie möglich durch die Krise kommen“, sagte Landeschefin Monika Stein laut Mitteilung am Sonntag in Freiburg in Bezug auf die Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im März sowie auf den Ministerpräsidenten und Grünen-Spitzenkandidat.

„Die Schulleitungen und die Lehrerinnen und Lehrer an den 4500 Schulen haben den Corona-Flickenteppich mit immer wieder unterschiedlichen Aussagen der Landesregierung und die uneinheitliche Praxis der Gesundheitsämter in Baden-Württemberg satt“, sagte Stein.

Wenn frühere Weihnachtsferien zum Schutz der 1,5 Millionen Schüler und 130 000 Lehrer im Land beitrügen und dazu, dass weniger Menschen krank werden oder sogar sterben, „dann sollte dies einheitlich für alle Schulen im Land umgesetzt werden“, so die Gewerkschafterin.

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