Peter Altmaier (CDU) hat am Mittwoch in seine Frühjahrsprognose vorgelegt (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa/Britta Pedersen

Wegen des Coronavirus dürfte die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt um 5,8 Prozent ansteigen. Doch das ist noch nicht alles: Auch Exporte und Importe werden laut einer Prognose einbrechen.

Berlin - Die Bundesregierung rechnet wegen der Corona-Pandemie mit einer schweren Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 6,3 Prozent zurückgehen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Mittwoch in Berlin bei Vorlage der Frühjahrsprognose. Für das kommende Jahr erwartet die Regierung demnach aber „im Zuge des Aufholprozesses“ einen Zuwachs um 5,2 Prozent. 

Der stärkste Einbruch der Wirtschaftsleistung werde im Verlauf des zweiten Quartals diesen Jahres erwartet, sagte Altmaier weiter. Danach setze die Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten ein. 

Exportrückgang um 11,6 Prozent

Im Einzelnen rechnet die Regierung mit einem Rückgang der Exporte im Jahr 2020 um 11,6 Prozent. 2021 sollen sie dann wieder um 7,6 Prozent zulegen. Auch die Importe dürften laut Prognose stark einbrechen, und zwar um 8,2 Prozent. Sie sollen im Jahr 2021 wieder um 6,5 Prozent zulegen. 

Der Arbeitsmarkt gerät laut Prognose „stark unter Druck“, im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Erwerbstätigen demnach um 370.000 zurückgehen. Besonders betroffen seien Gastgewerbe, Handel und Unternehmensdienstleistungen. Die Kurzarbeit werde im März und April in „noch nie dagewesenem Ausmaß“ ansteigen. Die Arbeitslosenquote dürfte im Jahresdurchschnitt um 5,8 Prozent ansteigen, heißt es weiter in der Prognose. 

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