In Heidelberg lösten Beamte einen „Glühweinspaziergang“ auf, bei dem sich rund 200 Menschen vor Lokalen versammelt hatten und Getränke sowie Speisen zu sich nahmen (Symbolbild). Foto: dpa/Britta Pedersen

Acht Frauen feiern in einer Wohnung eine Party, andernorts versammeln sich 200 Menschen zu einem „Glühweinspaziergang“ – die Polizei musste am Wochenende bei Corona-Verstößen eingreifen.

Mannheim/Stuttgart - Die Polizei hat am Wochenende nur wenige Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung in Mannheim festgestellt. Auffällig wurden demnach vor allem auswärtige Besucher, die nichts von der Maßnahme wussten, wie das Innenministerium in Stuttgart am Montag mitteilte. Als erste Stadt in Baden-Württemberg gilt in Mannheim seit Freitag zwischen 21 und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung.

Einschreiten musste die Polizei dagegen in Eppelheim im Rhein-Neckar-Kreis. Dort feierten acht Frauen im Alter von 21 bis 26 Jahren am Sonntagabend lautstark in einer Wohnung. Nachbarn hatten die Beamten verständigt. Zwei der Frauen wurden geschnappt, als sie durch ein Fenster flüchten wollten, wie die Mannheimer Polizei berichtete. Den Frauen aus sechs verschiedenen Haushalten droht ein Bußgeld.

Glühwein-Gelage aufgelöst

In Heidelberg lösten Beamte einen „Glühweinspaziergang“ auf, bei dem sich rund 200 Menschen vor Lokalen versammelt hatten und Getränke sowie Speisen zu sich nahmen. Vielfach wurden dabei weder Masken getragen noch der Abstand eingehalten. Besucher sowie die Gastronomen, die zu dem Ereignis eingeladen hatten, müssen sich nun verantworten.

Landesweit wurden zwischen Freitag und Sonntag rund 6240 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, wie das Innenministerium weiter mitteilte. Der Großteil davon, nämlich 4400, betraf demnach Verstöße gegen die Maskenpflicht. „Um das Infektionsgeschehen nachhaltig einzudämmen, ist es erforderlich, konsequent die persönliche Lebensgestaltung dem Infektionsschutz anzupassen“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Bei Kontrollen stehe das Gespräch und nicht ein Bußgeld im Vordergrund, aber: „Wir werden bei den Unbelehrbaren kein Auge zudrücken.“

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