Eine Straßenszene im Township Alexandra in Johannesburg. In Südafrika sind die Corona-Infektionszahlen deutlich höher als in anderen afrikanischen Ländern. Foto: dpa/Jerome Delay

Fragwürdige Regeln durchlöchern in Südafrika den konsequenten Lockdown. Nirgends in Afrika verbreitet sich das Virus schneller.

Johannesburg - Für Cyril Ramaphosa begann das Desaster voller Verheißung. Noch bevor Südafrika den hundertsten Corona-Fall meldete, hatte der Präsident bereits einen der weltweit schärfsten Lockdowns über das Land verhängt – und wurde dafür allseits gepriesen. Endlich ein Staatschef, der sich um das Wohl der Bevölkerung kümmert, hieß es: nach dem Aids-Verleugner Thabo Mbeki und dem Staatskassenräuber Jacob Zuma. Die Hoffnung kursierte, dass mit dem frühen Abschalten des öffentlichen Lebens die Pandemie im Keim besiegt werden könnte: Der Preis dafür schien damals nicht zu hoch zu sein.

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