Susanne Eisenmann will bei den Abiturprüfungen die speziellen Corona-Bedingungen berücksichtigen. Foto: LICHTGUT/Leif Piechowski/Leif Piechowski

Am Dienstag starten in Baden-Württemberg die schriftlichen Abiturprüfungen. Weil die Corona-Pandemie den Unterricht und die Abi-Vorbereitungen erschwert hat, gibt es einige Änderungen.

Stuttgart - Die schriftlichen Abiturprüfungen beginnen in Baden-Württemberg an diesem Dienstag (4. Mai). Knapp 30.000 Schüler der gymnasialen Oberstufen und 16.400 an den beruflichen Gymnasien nehmen daran teil, teilte das Kultusministerium am Freitag in Stuttgart mit. Traditionell wird am ersten Tag im Fach Deutsch geprüft, letzter Prüfungstag ist am 21. Mai.

Weil die Corona-Pandemie den Unterricht und die Abi-Vorbereitungen erschwert hat, gibt es in allen Prüfungsfächern 30 Minuten zusätzliche Bearbeitungszeit. Die Lehrer haben den Angaben zufolge mehr Abiaufgaben zur Wahl. Damit könnten sie die heraussuchen, die am besten zum erteilten Unterricht passen, hieß es weiter. „Ich bin zuversichtlich, dass dies dazu beiträgt, die Prüfungen gut zu meistern“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).

Erstmals auch Schüler der Gemeinschaftsschule dabei

An 17 allgemeinbildenden Gymnasien gibt es die Möglichkeit, neben dem Abitur das französische Baccalauréat zu erwerben. An mehr als 50 Standorten können Schüler die schriftliche Prüfung in Biologie, Geschichte oder Geografie in englischer Sprache absolvieren. An einem Gymnasium, dem Königin-Katharina-Stift Gymnasium in Stuttgart, kann das deutsch-italienische Abitur erworben werden.

Die mündlichen Prüfungen finden in der Zeit vom 12. bis 23. Juli 2021 statt. Erstmals sind bei diesen Abiprüfungen auch Schüler der Gemeinschaftsschule dabei, da in Tübingen und Konstanz die Oberstufe dieser Schulen bereits bis Klasse 13 aufgebaut sind. (1005/30.04.2021)

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