Arturo Vidal (rechts) vom FC Bayern München beschwert sich über den Videobeweis beim Confed-Cup in der Partie Kamerun gegen Chile. Foto: Getty Images Europe

Der Videobeweis beim Confed-Cup wird schon am zweiten Tag heftig diskutiert. Allem voran bei der Partie Kamerun gegen Chile. Vor allem die Südamerikaner klagten.

Moskau - Beim Confederations Cup in Russland ist gleich bei zwei Spielen an einem Tag jeweils ein Tor nach der Nutzung des Videobeweises aberkannt worden. Bei der Partie Kamerun gegen Chile in Moskau nahm Schiedsrichter Damir Skomina aus Slowenien am Sonntag in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beim Stand von 0:0 erst nach mehr als einer Minute einen Treffer des Chilenen Eduardo Vargas wieder zurück (45.+1).

Der frühere Bundesliga-Profi von 1899 Hoffenheim hatte nach einem Zuspiel von Bayern-München-Profi Arturo Vidal knapp im Abseits gestanden. Spieler beider Teams hatten sich bereits zum Wiederanstoß am Mittelkreis eingefunden, als die Entscheidung fiel. Insbesondere Vidal ging den Schiedsrichter nach dem Abpfiff der ersten Halbzeit wild gestikulierend und laut schimpfend an. Auch die chilenischen Fans pfiffen Skolina beim Gang in die Kabine lautstark aus.

Bereits am späten Nachmittag hatte es in Kasan beim Spiel zwischen Portugal und Mexiko (2:2) einen Videobeweis gegeben. Beim Spielstand von 0:0 wurde ein Treffer von Portugals Nani in der 21. Minute nicht gegeben. Schiedsrichter Nestor Pitana aus Argentinien sprach mit den Videoschiedsrichtern und entschied danach auf Abseits. Auch hier dauerte es gut eine Minute, bis darüber Klarheit herrschte.

Beim Confed Cup kommen erstmals bei einem großen FIFA-Turnier die Video-Referees zum Einsatz, um bei spielentscheidenden Situationen wie Toren, Abseits, Roten Karten oder Elfmetern die Korrektur offensichtlicher Fehlentscheidungen zu ermöglichen.

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