Foto: factum/Granville

Es ist die große Parade von Superman und Spiderman, Asterix und Obelix und Tom und Struppi. Jörg Palitzsch hat sie alle als Comicfan zusammengetragen. Teile seiner Sammlung zeigt er nun im Ingersheimer Rathaus.

Ingersheim
Manchmal weicht Jörg Palitzsch mit seinen Errungenschaften ins Ingersheimer Rathaus aus, um sie breitem Publikum zeigen zu können. Mit Filmplakaten hat er es vor zwei Jahren schon einmal getan. Seit Freitagabend präsentiert der 57-Jährige auf mehreren Stockwerken Teile seiner Comicsammlung. „Zack! Boom! Päng! - Die bunte Welt der Comics“ ist die Schau betitelt. Palitzsch, der von sich sagt, er sei ein „krankhafter Sammler“, riet den Besuchern der Ausstellungseröffnung denn auch: „Werden Sie Comic-Leser – aber hüten Sie sich davor, Sammler zu werden.“ Ob alle Besucher der Versuchung widerstehen können, ist fraglich. Denn Palitzsch schenkte jedem zum Abschied ein Comic-Heftchen. Der Mann weiß, wovon er spricht. Comics begleiten ihn seit seiner Kindheit. Doch im Gegensatz zu Zeitgenossen, die diese Lektüre irgendwann als Kinderkram abtun, ist Palitzsch ihnen treu geblieben.

„Irgendwann muss man alles haben“

Damit befindet er sich in guter Gesellschaft. Comics sind in und werden selbst in Museen gezeigt. Die in Ditzingen ansässige Berthold-Leibinger-Stiftung vergibt inzwischen jährlich einen Comicbuchpreis. Irgendwann reichte es Palitzsch jedenfalls nicht mehr, nur die „Asterix“-Hefte „Die goldene Sichel“, „Der Seher“ oder auch das neueste Exemplar von „Der Papyrus des Cäsar“ zu besitzen. Irgendwann, so machte er am Freitagabend deutlich, „muss man einfach alles haben“. Dieses „Alles“ ist bis zum 15. Januar zu sehen. Die zwei Comic-Imperien Marvel und DC-Comics stoßen mit ihren Helden „Spiderman“ und „Superman“ in der Ausstellung aufeinander. „Tim und Struppi“ und „Asterix“ vertreten die franko-belgischen Serien. Natürlich ist auch Walt Disney mit „Micky Maus“ und „Donald Duck“ vertreten. Zu sehen sind Originalhefte, Replikate, Comicfiguren und viel Drumherum. (ilo) Foto: factum/Granville

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