Florian Ladenburger und Benjamin Holzinger sind seit fünf Jahren als Comedyduo WuF aktiv. „Quatsch und Selbstkomponiertes“ bringen sie nach einer Pandemiepause auf die Bühne im Stuttgarter Theaterhaus. Und sie stellen ein weiteres Projekt vor.
Florian Ladenburger wird nicht so schnell langweilig. Dafür sorgen allein schon all die Ehrenämter in Vereinen, in denen er neben seinem Beruf engagiert ist. Wenn man den Erzählungen des 31-Jährigen aufmerksam lauscht, wird schnell klar, dass er auch gar keine Lust darauf hätte, weniger um die Ohren zu haben. Dafür hat er einfach viel zu viele Ideen.
Die sprudeln förmlich aus ihm raus und haben meist mit Spaß und mit Musik zu tun. Vor ein paar Jahren hatte er so eine Idee: „Da haben mein Kollege Benjamin Holzinger und ich das Comedy-Duo WuF gegründet, und dann haben wir damit Stuttgarts Kleinkunstbühnen unsicher gemacht“, sagt Florian Ladenburger. Zudem haben die beiden eine Fellbacher Soloshow und abendfüllende Veranstaltungen präsentiert. Doch dann kam Corona, und die Shows digital zu zeigen, funktionierte mehr schlecht als recht. „Da hat das Feedback des Publikums gefehlt. Weil wir nicht davon abhängig waren, haben wir deshalb beschlossen, während der Pandemie zu pausieren“, sagt der 31-Jährige.
Das kleine Jubiläum soll groß gefeiert werden
Weil die Gründung von WuF jetzt ziemlich genau fünf Jahre her ist und die Coronazwangspause überstanden ist, haben sich Benjamin Holzinger und Florian Ladenburger, die unter den Künstlernamen Woody und Flo auf der Bühne agieren, überlegt, ihr Comeback ein wenig größer zu feiern. „Das fünfjährige Jubiläum erschien uns perfekt dafür, ins Stuttgarter Theaterhaus zu gehen“, sagt Florian Ladenburger. Dort sei zwar nur der kleinste Saal gebucht, aber trotzdem sei es eben das Theaterhaus, also schon „eine richtig große Nummer“.
Wie es sich für eine Jubiläumsshow gehört, wird es im Stuttgarter Theaterhaus am 28. November zwei Stunden lang Quatsch und Selbstkomponiertes zu sehen und zu hören geben. Teils unterlegen die beiden Männer auch bekannte Lieder mit neuen Texten – und sie zeigen Sketche. Nichts ist wirklich ernst gemeint und: Es wird nicht politisch. Das zu betonen ist dem Duo wichtig. „Da waren wir uns gleich einig. Bei uns wird es albern. Es sollen lustige Stunden sein, die eine Flucht aus dem Alltag ermöglichen, aber wir verbreiten keine politischen Messages“, sagt Ladenburger.
Statt tiefsinnigen Tönen gibt es Quatsch und Selbstkomponiertes
Statt tiefsinnigen Tönen gibt es bei dem Fellbacher, der mittlerweile in Kernen wohnt, und bei seinem Kollegen jede Menge Wortspielereien und Neuschöpfungen. Beispiel gefällig? Den Spaßvögeln fällt bei dem Wort Schublade nicht etwa Schreibtisch oder Kommode ein, sondern „Schubl-Grüß-Gott“. „Das ist unser Steckenpferd. Da muss man doch erst mal drauf kommen, bei Schublade mit dem Wortteil ‚Ade’ zu arbeiten“, sagt der 31-Jährige und lacht. Wenn andere baff sind, klopfen sich Woody und Flo gegenseitig auf die Schultern, denn das wollen sie ja.
Unterstützung für das Duo gibt es auf der Bühne im Theaterhaus von der preisgekrönten Liedermacherin Elena Seeger. „Sie kommt aus Stuttgart und macht tolle Sachen, teils mit uns, teils auch alleine.“ Und natürlich spielt auch die Ukulele von Florian Ladenburger eine Rolle im Programm. Denn Musik zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben des 31-Jährigen. Aber weil er so gerne ganz viel macht, und weil während der Hochphase der Pandemie viel Zeit übrig war, hat Florian Ladenburger mit seinem Kollegen Benjamin Holzinger mal eben so auch ein Buch herausgebracht. Es trägt den Titel „Kann eine Duschkabine fliegen?“
Auch im Buch geht es um Witze und Wortspielereien
Weil es im Buch – genau wie auf der Bühne – um Witze und um Wortspielereien geht, machen sich die Herren bei der Duschkabine Gedanken um eine Biene. „Es ist ein Witzebuch mit Illustrationen. Bei denen hat uns einmal mehr Elena Seeger geholfen“, sagt Ladenburger und fügt hinzu, dass in dem Buch die Witze in Dialogform erklärt werden.
Und weil das vielleicht noch nicht besonders genug wäre, nimmt das Ganze dann noch Fahrt auf und endet in einem „Mini-Crime-Roman“. „Es ist eine Schnapsidee, ein Herzensprojekt, das wir in Eigenregie umgesetzt haben. Hundert Prozent von uns, da sind wir mega stolz drauf.“
Der „WuF-Abend“ ist am Montag, 28. November, um 20.15 Uhr. Eintritt: 18 Euro. Den Link zu den Karten und weitere Infos gibt es im Internet. Dort kann auch das Buch für 15 Euro erworben werden. Am Theaterhaus-Abend gibt es das Werk vor Ort für zehn Euro. Die Internetadresse lautet: https://woodyundflo.de