"Arrow"-Star Colton Haynes teilt bei Instagram seine Sucht-Vergangenheit. Mit Schockbildern aus der Klinik möchte er wachrütteln.

"Arrow"-Star Colton Haynes (31) hat eine schwere Zeit hinter sich. Vor einem Jahr stand der Schauspieler vor einem Scherbenhaufen, nachdem er sich sieben Tage lang in einem Hotelzimmer eingeschlossen hatte. Ihm gelang jedoch der Absprung. Bei Instagram teilt er nun Erfahrungen und Bilder dieser dunklen Tage. Er möchte damit wachrütteln und die Tabuisierung von Suchtproblemen brechen.

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Haynes wolle nicht länger Gedanken daran verschwenden, ob er auf seinen Instagram-Bildern heiß aussehe oder nicht. Oder wann er Fotos posten sollte, um möglichst viele Likes einzuheimsen. "Es ist eine vollkommene Verschwendung dessen, warum ich in diese Welt gesetzt wurde", schreibt er. "Es macht mich sehr glücklich, wenn jemand zu mir kommt und sagt, dass meine Bereitwilligkeit, über Depressionen, Angst, Alkoholismus und Sucht zu sprechen, ihm in irgendeiner Weise geholfen hat."

Schock-Fotos nach Einlieferung

Auf den Bildern ist Haynes vor allem im Krankenhaus zu sehen. Er hatte sich in einem Hotelzimmer in Beverly Hills eingeschlossen und wurde mit schweren Blutergüssen und einer fast gerissenen Niere ins Krankenhaus eingeliefert, wie er dem britischen "Attitude Magazine" erzählte. Damals berichtete er auch über zwei Blutvergiftungen und einen zeit- und teilweisen Sehverlust des linken Auges. Es sei ein unschönes Wachrütteln gewesen, das ihn letztendlich dazu gebracht habe, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Gesicht des einstigen "Teen Wolf"-Stars wirkt auf den jetzt veröffentlichten Bildern aufgedunsen, der Blick ist leer.

Absturz begann mit dem Coming-Out

Haynes' Absturz habe 2016 nach seinem Coming-Out begonnen. Suchtmittel hätten ihn mehr und mehr begleitet, da er mit dem plötzlichen Scheinwerferlicht auf seine Person nicht klargekommen sei. 2018 sei dann alles ganz schnell gegangen: "Ich heiratete und das hat nicht geklappt. Das war sehr öffentlich und herzzerreißend, und gerade als das passierte, ist meine Mutter gestorben. An diesem Punkt bin ich weggebrochen. Mein Gehirn ist gebrochen."

Er habe so viele Drogen und Mengen an Alkohol konsumiert, dass er manche Entscheidungen nicht einmal mehr selbst habe treffen können. Er habe versucht, seinen Schmerz damit zu lindern, doch er sei in seiner "eigenen Scheiße" ertrunken. Deshalb schreibt er nun bei Instagram: "Ich bin ein Mensch mit Fehlern, so wie du. Wenn du im Zentrum der finsteren Zeit bist... ich verspreche dir, es muss nicht für immer so sein."

Hilfe bei Depressionen bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111