Collien Ulmen-Fernandes bevorzugt privat eine bestimmte Nascherei: "Ich habe eigentlich immer Lust auf Eis." Foto: Ferrero

Collien Ulmen-Fernandes steht seit 20 Jahren vor der Kamera. Ihre Karriere verlief beispielhaft - doch würde sie diesen Weg jungen Menschen heute auch noch raten?

Collien Ulmen-Fernandes (39) ist momentan als Schiffsärztin beim ZDF-"Traumschiff" zu sehen. Für die Dreharbeiten ist die Schauspielerin häufig unterwegs, sogar auf den Malediven stand sie bereits vor der Kamera. Ihre liebste Nascherei in den Pausen? Eis! Daher war sie zu Gast bei einem Pressetermin für die neuen Eissorten von Ferrero Rocher und Raffaello. Im Interview gibt die Moderatorin Einblicke in ihr Privatleben und spricht über Karrieretipps, emanzipierte Frauen und den Berufswunsch ihrer Tochter.

Obwohl sie beruflich viel vor der Kamera steht, veranstaltet Ulmen-Fernandes auch privat gerne Fernseh- und Filmabende. Und auch dort darf ein Eis nicht fehlen. "Ich finde, Eis essen gehört zum Film gucken einfach dazu", betont sie. Eine besondere Herausforderung: „Irgendjemand plündert immer die Eisvorräte. Ich verdächtige meinen Mann“, lacht Ulmen-Fernandes.

Gab es einen Plan B zu ihrer TV-Karriere?

Nach zwei Jahrzehnten im TV-Geschäft sieht sie diese Branche mittlerweile auch kritisch: „Jungen Menschen, die ins Fernsehen wollen, würde ich sagen: 'Macht's nicht! Lernt was Ordentliches!'", sagt die 39-Jährige mit einem Augenzwinkern. Bei ihr selbst sei glücklicherweise alles "gut gelaufen", manche ihrer Kollegen und Kolleginnen müssten jedoch ganz schön kämpfen.

Trotzdem ist sie sehr dankbar für ihre Karriere. "Es hätte bei mir gar nicht wirklich einen Plan B gegeben. Ich habe nichts gelernt, was man nach dem Fernsehen hätte weiterführen können", gibt die ehemalige VIVA-Moderatorin zu. Eine Tanz-Karriere nach ihrer Ballettausbildung sei damals auch keine Option gewesen. Dennoch könnte sie sich vorstellen, später noch ein Studium zu beginnen. "Ich finde Psychologie, aber auch Regie interessant", offenbart sie.

Tipp für junge Frauen: "Steht auf eigenen Beinen!"

Gerade für junge Frauen hat die "Traumschiff"-Darstellerin ein besonderes Anliegen. "Steht auf eigenen Beinen. Ich glaube, irgendwann bereut man es, wenn man von einem Mann abhängig ist", erklärt sie. In ihrem Elternhaus habe sie mitbekommen, wie "der Mann das Geld nach Hause bringt". Sie selbst wollte für sich ein anderes Leben: "Ich möchte nicht in der Situation sein, dass ich meinen Ehemann fragen muss, ob ich mir dieses oder jenes kaufen darf. [...] Ich möchte das allein entscheiden."

Mit ihrer lockeren Art erfreut sich Ulmen-Fernandes bei den Fans großer Beliebtheit - sowohl im TV als auch auf Social Media. Doch manchmal stößt selbst sie auf Gegenwind. Einer ihrer Social-Media-Posts sorgte für viel Wirbel: Die Schauspielerin appellierte für Wickeltische auf Männertoiletten - ein Shitstorm folgte. "Das hat mich doch sehr verwundert, dass die Männer da so aggressiv darauf reagieren." Dennoch bekomme sie in den sozialen Medien fast durchgehend positives Feedback und Unterstützung.

Zehn Jahre mit Christian Ulmen verheiratet - was ist ihr Geheimnis?

Am 22. Juni steht ihr zehnter Hochzeitstag mit Ehemann Christian Ulmen (45) an. Was wohl das Geheimnis ihrer langen Liebe ist? Ulmen-Fernandes tippt auf ihre Karrieren, durch die sie öfters auch mal voneinander getrennt sind: "Vielleicht hält auch gerade das die Liebe frisch. Dass man sich auch mal nicht sieht und sich vermissen kann." Einen Schlüssel zum ewigen Glück scheint sie aber nicht gefunden zu haben: "Was das Ehegeheimnis ist, das kann ich gar nicht wirklich sagen."

Ihre Tochter (geboren 2012) interessiere sich aktuell sehr für Social-Media-Stars, "die Lippenstifte und Handtaschen in die Kamera halten". Beruflich könne sich die Kleine das auch für ihre eigene Zukunft vorstellen. Wenn Ulmen-Fernandes sich etwas wünschen könnte, dann wäre es, dass ihre Tochter einen anderen Berufsweg einschlägt. "Ich versuche da immer ein wenig gegenzusteuern […]. Aber ich meine, wenn sie es machen will, dann soll sie es tun", gibt sich die Autorin versöhnlich.

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