Die Veranstalter erwarten im Jubiläumsjahr einen Rekordbesuch. Foto: Archivfoto: Michael Steinert

Der Auftritt auf der Tourismusmesse CMT ist für den Landkreis Esslingen Pflicht. In den Messehallen auf den Fildern buhlen auch Kirchheim, Esslingen, Nürtingen Plochingen, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt um die Gunst des Publikums.

Leinfelden-Echterdingen - Der Kuchen, den es zu verteilen gilt, macht Appetit auf mehr. 1,85 Milliarden Euro lassen es sich allein die Urlauber aus dem Landkreis Esslingen jedes Jahr kosten, um dem Alltag zu entfliehen. Das hat der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft ermittelt. Einer von ihm in Auftrag gegebenen Untersuchung zufolge betragen die Pro-Kopf-Ausgaben für den Tourismus – von der Landpartie bis zur Pauschalreise und vom Städtetrip bis zur Radtour – im Landkreis Esslingen rund 3600 Euro im Jahr. Drei Viertel dieses Geldes bleibt in Deutschland.

Der Landkreis Esslingen bekommt ein immer größeres Stück der Torte ab. „Wir haben im Jahr 2017 eine Steigerung bei den Übernachtungen von 1,9 Prozent verzeichnet“, sagt Tanja Gems, die Tourismusförderin des Landkreises. Unterm Strich haben in den ersten elf Monaten des Jahres – der Dezember ist noch nicht erfasst – rund 1,4 Millionen Menschen ein Hotel- oder Fremdenzimmer im Kreisgebiet gebucht. Noch größere Steigerungsraten verzeichnet der Tagestourismus. Hier sind kreisweit 740 000 Ankünfte gezählt worden – ein Plus von rund fünf Prozent. „Das hat uns positiv überrascht“, sagt Tanja Gems.

Konzentration gilt den Tagestouristen

Die Zielgruppe Tagestourist geht beinahe vollständig in den Messebesuchern auf, die erfahrungsgemäß vor allem aus dem näheren Umland in die Ausstellungshallen strömen. „Für uns als Messestandort ist es deshalb nur logisch, dort auch Flagge zu zeigen“, sagt die Tourismusförderin.

Ähnlich sieht es die Oberbürgermeisterin der Stadt Kirchheim, Angelika Matt- Heidecker. „Auf der CMT können wir unsere Stadt einem breiten Publikum präsentieren. Der Auftritt ist uns daher sehr wichtig, gerade auch im Hinblick auf den Wettbewerb mit anderen Städten“, sagt sie im Vorfeld der am Samstag, 13. Januar, beginnenden Tourismusschau. Ihre direkte Konkurrenz wird die Ratschefin der Teckstadt am Kirchheim-Stand 6E50 in Halle 6 bestens im Blick haben. Unter dem gemeinsamen Dach der Region Stuttgart Marketing buhlen auch Esslingen, Nürtingen, Plochingen, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen um die Gunst des Publikums.

Der Landkreis seinerseits ist unter das Dach des schwäbischen Albtourismus geschlüpft. Dort wirbt er Seit’ an Seit’ mit der Stadt Neuffen, der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck, dem Freilichtmuseum Beuren und der Panorama-Therme Beuren. „Für uns ist der gemeinsamen Auftritt in diesem Rondell optimal“, sagt Tanja Gems. Auch am Stand der Radregion Stuttgart tritt der Landkreis in die Pedale – hier allerdings nur als einer von fünf Akteure, die sich zur E-Bike-Region Stuttgart zusammengeschlossen haben.

Verzicht auf Regio-Lounge

Die in den Vorjahren im Eingangsbereich der Messe gemietete Regio-Lounge wird dagegen nicht mehr von den Landkreis-Einrichtungen bespielt. Die Pause begründet Tanja Gems mit den hohen Kosten und dem hohen Personalaufwand.

Ob Landkreis, Städte oder Bäder: Der Auftritt auf der weltweit größten Publikumsmesse für Touristik und Freizeit dürfte sich in diesem Jahr besonders lohnen. An den neun Messetagen erwarten die Veranstalter rund 240 000 Besucher. Mit der neu eröffneten Paul Horn Halle steht auf den Fildern mehr Ausstellungsfläche zur Verfügung als je zuvor.

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