Drei Freunde wollen im alten Franck-Areal in Ludwigsburg einen Club eröffnen. Der Name knüpft an die Geschichte des Gebäudes an.
Die Rockfabrik schloss 2019. Im einstigen Pussycat-Club befindet sich nun ein Restaurant, der Pflaumenbaum in der Wilhelmstraße steht seit Jahren leer. „Ludwigsburg hat in Sachen Nachtleben eine Leerstelle“, finden Florian Lutz, Nils Vrabac und Marcel Stahl. Schon seit Jahren wollen die drei Freunde in Ludwigsburg einen Club eröffnen. Im alten Franck-Areal direkt am Bahnhof hat sich für die drei Ludwigsburger jetzt eine Möglichkeit ergeben. Schon lange war im Gespräch, dass in den Leerstand ein Club einziehen soll. Nun geht für das Trio, das in Ludwigsburg längst nicht unbekannt ist, ein Traum in Erfüllung.
Die Gründer bringen viel Erfahrung in der Gastronomie mit
Florian Lutz war bereits für die Freien Wähler im Stadtrat aktiv. Als Bäckermeister führt der 38 Jährige im Kreis Ludwigsburg gemeinsam mit seiner Schwester eine Bäckerei mit mehreren Standorten. Zudem betreibt sein Unternehmen das Café Ratskeller in Ludwigsburg sowie die Eventlocation Gaumentanz in Freiberg am Neckar. Dort hat er bereits zahlreiche Partys veranstaltet und war Mitorganisator der Rockabilly Days in Asperg.
Auch Nils Vrabac ist ein „Gastrokind“ wie er sagt. Derzeit arbeitet der 30-Jährige im Vertrieb eines Technologieunternehmens, hat aber zuvor für mehrere kleinere Brauereien gearbeitet und war Betriebsleiter der Gaunerei in Ludwigsburg. In dem Restaurant-Bar-Mix in der Asperger Straße hat er jahrelang mit Marcel Stahl zusammengearbeitet. Stahl selbst ist Physiotherapeut in einem Krankenhaus, ist aber seit 20 Jahren in der Gastronomie tätig. Besonders prägend war für den 34-Jährigen die Arbeit im Sterne-Restaurant Adler in Asperg. „Das hat mich auf vieles vorbereitet“, erzählt er.
Während Florian Lutz sich eher im Hintergrund um kaufmännische Angelegenheiten kümmern wird, wollen Nils Vrabac und Marcel Stahl das Tagesgeschäft übernehmen und vor Ort präsent sein. „Wir wollen hier für unsere Gäste da sein“, betont Vrabac. Der nächste große Schritt für die drei Gründer ist die Einrichtung des Clubs.
Der neue Club soll „Alte Rösterei“ heißen
Noch ist die Location dunkel und karg, denn viele Räume des Gebäudes stehen seit 2020 leer, nachdem die Stadt Ludwigsburg Teile des Areal erworben hat. Nun will sie investieren und vermieten. Der neue Club wird im Erdgeschoss des ehemaligen Rohstoff- und Fertigungslagers einziehen – gut sichtbar durch den markanten Eckturm direkt am Bahnhof. Auch der Name steht bereits fest. Er soll „Alte Rösterei“ heißen. „Damit wollen wir Bezug auf die Geschichte des Gebäudes nehmen“, sagt Stahl. Denn Jahre lang wurde in der Fabrik der Caro Kaffee der Firma Franck produziert. Wie der Club aussehen soll, wollen sie aber noch nicht verraten. „Es soll ein Club für alle werden“, verspricht Lutz. Stahl ergänzt: „Ein Club von Ludwigsburgern für Ludwigsburger.“