Ralf Soffner ist neuer Orga-Chef der Lauf-Veranstaltung – vier Wochen vor dem Start liegen die Anmeldezahlen über dem Vorjahr. Gesucht werden noch ehrenamtliche Helfer.
Der diesjährige Leonberger Citylauf am 28. Juni hat das Zeug dazu, in den Annalen dieser Veranstaltung einen ganz besonderen Platz einzunehmen. Zum einen steht mit der 15. Auflage ein kleines Jubiläum an, zum anderen ist es der erste nach der wegweisenden Ära von Eberhard Trinkner, der dieses Laufevent im Jahr 2010 aus der Taufe gehoben und bis zum vergangenen Jahr in vorderster Front geleitet hatte.
Anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstags hatte Trinker den Staffelstab im vergangenen Jahr an Ralf Soffner übergeben, der nunmehr Chef des achtköpfigen Organisationsteams ist. Als Berater steht Trinkner im Hintergrund zwar noch zur Verfügung, aus dem operativen Geschäft hat er sich jedoch komplett zurückgezogen. Den ein oder anderen Tipp hat sich Ralf Soffner zwar seinem Vorgänger geholt, im Großen und Ganzen klappte der Übergang in seinen Augen jedoch völlig reibungslos.
„Eberhard Trinkner hat in den vergangenen Jahren viel dokumentiert und Aufgabenlisten angelegt, mit denen wir gut arbeiten können“, erläutert der neue Orga-Chef, der seit 2016 im Team mitarbeitet und sich in den vergangenen Jahren in immer mehr Bereiche eingearbeitet hatte.
„Wir haben alle Aufgaben auf verschiedene Schultern verteilt, damit nicht alles, was Eberhard Trinkner geleistet hat, gleich im ersten Jahr komplett bei mir landet“, erzählt Ralf Soffner. Der 28-Jährige, der als ehemaliger Weit- und Hochspringer wie fast das gesamte Orga-Team aus der Leichtathletikszene kommt, hält in seinem ersten Jahr verstärkt den Kontakt zu den Sponsoren und kann bei seiner Premiere gleich auf einen neuen Teilnehmerrekord hoffen, der seit dem vergangenen Jahr bei 2150 Läufern steht. Darauf lassen zumindest die bisherigen Voranmeldezahlen hoffen.
Vor allem bei den Kinder- und Schülerläufen liegen schon reichlich Anmeldungen vor. „Bei den Schülern haben wir noch Platz für weitere. Dann müssen wir die Meldeliste allerdings schließen und werden erst wieder Nachmeldungen annehmen, wenn sich andere abmelden“, kündigt Ralf Soffner an, der sich angesichts der steigenden Zahlen überlegt, in Zukunft möglicherweise noch weitere Streckenlängen anzubieten. Neu sei auch der Trend zu längeren Distanzen: So war im Vorjahr der Fünf-Kilometer-Lauf ausgebucht gewesen, in diesem Jahr liegen die Voranmeldezahlen beim Zehn-Kilometer-Lauf höher.
Um für den erwarteten Läuferansturm gewappnet zu sein, ist Ralf Soffner mit seinem Orga-Team in Gesprächen mit dem Ordnungsamt der Stadt, um mehr Halteverbotszonen auszuweisen und den Läufern eine breitere Strecke zu bieten. Großen Bedarf sieht er vor allem noch bei den Helfern. „Wir brauchen noch Freiwillige als Streckenposten, bei der Getränke- und Startnummernausgabe und bei der Hüpfburgbetreuung“, erklärt der 28-Jährige. Im vergangenen Jahr seien 140 Ehrenamtliche im Einsatz gewesen, die mit einem Gastronomiegutschein und einem Badetuch für ihre Arbeit entschädigt worden seien. „Und in diesem Jahr kommt zum Beispiel noch neu dazu, dass wir im Zielbereich Obst verteilen“, ergänzt Ralf Soffner.
Anlässlich des 15-Jahr-Jubiläums können sich sämtliche Starter des diesjährigen Citylaufes über eine exklusive Medaille freuen. Und auch die ein oder andere Überraschung haben die Organisatoren noch in der Hinterhand. „Die wollen wir im Vorfeld aber nicht verraten, sonst werden wir überrannt“, gibt sich Ralf Soffner ein wenig geheimnisvoll. Fortgeführt wird auch wieder die Tradition, von jeder Voranmeldung einen Teilbetrag an die Aktion „Ein Herz fürs Olgäle“ zu spenden – bis zum 8. Juni 66 Cent, danach 33 Cent. Im vergangenen Jahr waren so 850 Euro zusammengekommen.
Und vielleicht taucht Eberhard Trinkner doch auch noch beim Citylauf auf – als Läufer. „Er hat eine lebenslange Freikarte“, lockt ihn Ralf Soffner.