Der Norden Chiles ist von heftigen Unwettern heimgesucht worden. Foto: EFE/Aton Chile

Im Norden Chiles sind mindestens drei Menschen bei heftigen Unwettern ums Leben gekommen. Weitere 22 werden noch vermisst. Die von Wüste geprägten Regionen erlebten die schlimmsten Regenfälle in 50 Jahren.

Santiago de Chile - Im sonst extrem trockenen Norden Chiles sind mindestens drei Menschen bei heftigen Unwettern ums Leben gekommen. Weitere 22 würden vermisst, teilte die Regierung des südamerikanischen Landes am Donnerstag mit. Die von Wüste geprägten Regionen Atacama und Antofagasta erlebten nach Angaben der Meteorologen die schlimmsten Regenfälle in 50 Jahren.

Die Fluten setzten Ortschaften unter Wasser, rissen Häuser fort und lösten zahlreiche Erdrutsche aus, wie es weiter hieß. Tausende Einwohner wurden von der Außenwelt abgeschnitten oder flohen vor den Fluten in Notunterkünfte. In Ortschaften wie Chañaral wurden Einwohner nur mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht.

Vielerorts seien Strom, Telefon und die Wasserversorgung ausgefallen, hieß es in Medienberichten. „Eine solche Strafe haben wir nicht verdient“, sagte die Bürgermeisterin von Antofagasta, Karen Rojo. Präsidentin Michelle Bachelet rief nach einem Besuch im Katastrophengebiet für die betroffenen Gegenden den Notstand aus und entsandte das Militär, um bei Rettungsarbeiten zu helfen und für Ordnung zu sorgen.

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