Der Chansonnier und Troubadour-Initiator Stephan Sulke. Sein Wettstreit der Liedermacher wurde umbenannt - er heißt nun "Deutscher Song Contest" Foto: obs/Le Méridien Stuttgart

Chansonniers und Liedermacher sind gefragt, wenn im Oktober der Troubadour 2015 gesucht wird. Der von Liedermacher Stephan Sulke initiierte Sängerwettstreit im Stuttgarter Hotel Le Méridien heißt bei seiner elften Auflage zusätzlich Deutscher Song Contest – und soll damit moderner rüberkommen.

Stuttgart - Hört sich ein bisschen an wie eine Konkurrenzveranstaltung zum Eurovision Song Contest: Der Troubadour, zehn Jahre lang die romantische Galionsfigur für den edlen Sänger-Wettstreit in Lied und Chanson, hat sich den zeitgemäßen Titel Deutscher Song Contest 2015 auf die Fahnen geschrieben und wird vom 22. bis 24. Oktober über die Bühne des Hotels Le Méridien gehen.

„Wir fanden, dass die Begriffe Lieder und Chansons vielleicht ein bisschen zu elitär und verstaubt klingen“, erklären die beiden Initiatoren, Bernd Schäfer-Surén, Direktor im Le Méridien, und der Sänger Stephan Sulke, die Korrektur: Mit dem neuen Titel wolle man im elften Jahr neu durchstarten und signalisieren: „Wir sind auch für junge Nachwuchskünstler und ebenso ein jüngeres Publikum da. Das Wichtigste dabei bleibt unverändert: Der Appell an die Künstler, ,Sing Dein Lied‘.“ In Deutsch, versteht sich. Und die Aufforderung an das Publikum: „Stimme für Deinen Gewinner.“

An die 200 Künstler, Sängerinnen, Sänger, Liedermacher und Gruppen, stellten sich dem Urteil von Jury und Publikum, seit Schäfer-Surén zusammen mit Stephan Sulke den Wettbewerb aus der Taufe gehoben hat, und die Sängerin Katja Ebstein als Jurorin gewonnen werden konnte. Kandidaten, die aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz, sogar aus deutschsprachigen Regionen in Polen und Belgien kommen.

Chanson, Liebe und Leid, Hip Hop, Rap

„Mit Einführung der Kategorie Nachwuchs haben sich immer mehr junge Künstler gemeldet“, stellt Schäfer-Surén fest. Und kann einige Namen nennen, die seither einige Bekanntheit erreicht haben: Sebastian Kraemer beispielsweise, Felicitas Badenos, Cora Frost, Johannes Kirchberg oder die Gruppen Schneewittchen und Zu Zweit.

Ein Signal für die angestrebte Verjüngung stellt auch die Neugestaltung des Plakates für den Wettbewerb dar: Nicht länger eine Blume, wie sie vielleicht der Troubadour der angebeteten Dame überreichte. Sondern ein Mikro. „Das Mikro von Elvis Presley“, erklärt Sulke. Als Symbol dafür, dass beim Deutschen Song Contest die ganze Bandbreite deutschen Gesanges, vom Chanson über Liebe und Leid bis zu Hip Hop oder Rap willkommen sind.

„Da tun sich neue Welten auf“, versichert Sulke und schwärmt geradezu davon, wie lebendig die junge Szene sei: „Faszinierend, wie dort mit der deutschen Sprache umgegangen wird. Und beschämend, dass diese Szene so wenige Unterstützung und Auftrittsmöglichkeiten findet.“

Der Wettbewerb ist mit 5000 Euro dotiert

In der hochkarätig besetzten Jury sitzt unter anderem Bettina Hartmann, Redakteurin bei den Stuttgarter Nachrichten, wenn an drei Abenden im Oktober jeweils die Tagessieger und dann unter den Finalisten die Besten gekürt werden. Der Grandseigneur des deutschen Chansons, Stephan Sulke, tritt beim Gala-Abend auf. 30 Bewerbungen liegen schon vor, nun wurde der Startschuss für die offizielle Bewerbung bis zum 31. Juli 2015 gegeben.

Für den Troubadour, dotiert mit 5000 Euro, gibt es keine Altersbeschränkung, für den Nachwuchspreis (2500 Euro) darf man nicht älter als 35 sein. Auf die Sieger warten zwei Auftrittsmöglichkeiten: Im Renitenztheater im Rahmen des „Chansongfestes“ und bei einem Preisträgerkonzert der Sparda-Bank.

Infos zum Wettbewerb und zu den Teilnahmebedingungen im Internet unter www.der-troubadour.de

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