Etappensieg: Susanne Eisenmann ist die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2021 Foto: dpa

Mit 95,4 Prozent hat die Südwest-CDU Kultusministerin Susanne Eisenmann zur Spitzenkandidatin gewählt. Jetzt müssen Partei und Fraktion zeigen, dass sie bereit sind, Hausaufgaben zu machen, meint Redakteurin Maria Wetzel.

Stuttgart - Die Südwest-CDU hat die Weichen neu gestellt. Rund 20 Monate vor der nächsten Landtagswahl in Baden-Württemberg ist der interne Kampf um die Spitzenkandidatur beendet, die CDU hat Kultusministerin Susanne Eisenmann zu ihrer Spitzenkandidatin nominiert. Mit einer viel versprechenden Rede, gespickt mit Attacken gegen die Opposition und auch den grünen Koalitionspartner, hat es Eisenmann geschafft, die zerstrittene Partei hinter sich zu bringen. Dass 95,4 Prozent der Delegierten in Heilbronn der Stuttgarterin den Rücken gestärkt haben, zeigt den Wunsch nach einem Ende der Auseinandersetzungen in der Partei – bei der Wahl ins Parteipräsidium vor fast drei Monaten waren es noch zwölf Prozentpunkte weniger gewesen. Das Ergebnis ist ein Erfolg für Eisenmann – und ein wichtiges Signal an Partei und Landtagsfraktion. Die müssen jetzt liefern.

Denn Rückhalt aus der Partei und motivierte Wahlkämpfer braucht die Stuttgarterin auch, weil sie anders als die bisher erfolgreichen Spitzenkandidaten kein Landtagsmandat hat – und die Stuttgarter CDU nicht mehr im Landtag vertreten ist. In den vergangenen Jahren haben sich die Grünen teilweise auch dort etabliert, wo früher die CDU das Sagen hatte – in Großstädten und auf dem Land. Mit der Nominierung Eisenmanns ist der Wahlkampf eröffnet.

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