Seit sieben Jahren Chef der Stuttgarter CDU: der Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann Foto: Lichtgut/Michael Latz

Stefan Kaufmann soll den Stuttgarter Kreisverband der CDU auch in den nächsten zwei Jahren führen. Der Kreisparteitag bestätigte ihn am Freitagabend mit knapp 82 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Einer seiner Stellvertreter schnitt bei der Wahl noch deutlich besser ab.

Stuttgart - Der Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann soll auch in den nächsten beiden Jahren die Stuttgarter CDU führen. Auf dem Kreisparteitag erhielt Kaufmann dafür das Votum von knapp 82 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Auch seine Stellvertreter Karin Maag (77, 6 Prozent) und Roland Schmid (68 Prozent) wurden im Amt bestätigt. Kaufmanns dritter Vize Benjamin Völkel, der als kommender Mann der Kreispartei gilt, erzielte mit über 96 Prozent das beste Ergebnis der Führungsriege.

Zuvor hatte Kaufmann in seinem Rechenschaftsbericht von einem „Aufbruch“ in der CDU gesprochen. Vor dem Bundesparteitag der CDU am 7. Dezember habe man mit Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn drei hervorragende Kandidaten mit unterschiedlichem Profil, die der Partei gut täten. Erneut richtete er scharfe Angriffe gegen OB Fritz Kuhn und die Grünen. „Kuhn redet seit sechs Jahren unser schönes Stuttgart kaputt“, so der alte und neue CDU-Kreischef. Insbesondere beim Thema Fahrverbote warf Kaufmann den Grünen Gängelung der Autofahrer vor. Die CDU sei weiterhin gegen ein flächendeckendes Fahrverbot für ältere Diesel, zumal es „keine objektiven Anzeichen für eine Gesundheitsschädigung“ durch Stickoxide gebe. Er als Jurist könne da über manches Gerichtsurteil „nur den Kopf schütteln“.

Kaufmann bekräftigte den Anspruch der Partei, bei der Kommunal- und Regionalwahl im Mai nächsten Jahres wieder stärkste politische Kraft werden zu wollen. Im Bund müsse das Wahlziel der CDU künftig wieder 40 Prozent plus X sein.

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