Der Landesvorsitzende Thomas Strobl Foto: Martin Stollberg

Der Neujahrsempfang der CDU Stuttgart-Ost stand ganz im Zeichen des OB-Wahlkampfs – auch wenn der Landesvorsitzende über etwas ganz anderes sprach.

S-Ost - Die CDU Stuttgart-Ost ist ins Zentrum zurückgekehrt. Nach dem Neujahrsempfang vor einem Jahr im Schweinemuseum war diesmal wieder das Kulturwerk sozusagen im Herzen des Stuttgarter Ostens Schauplatz des Geschehens. Wieder war viel CDU-Prominenz zugegen – aber vergleichen lassen sich die beiden Empfänge nicht.

Kurzer Rückblick: Der Empfang im vergangenen Jahr stand im Zeichen des Landtagswahlkampfes und der Auseinandersetzungen um Stuttgart 21. Die Teilnehmer wurden damals von S-21-Gegnern vor dem Gebäude lautstark begrüßt. 170 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, allen voran der später abgewählte Ministerpräsident Stefan Mappus.

In diesem Jahr folgten etwas mehr als 60 Gäste der Einladung, Hauptredner war der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl. Das Hauptinteresse galt aber anderen: Sowohl Sebastian Turner als auch Andreas Renner, die beide OB in Stuttgart werden wollen, nutzten den Empfang, sich bei der Parteibasis sehen zu lassen. Später stieß noch der Backnanger Oberbürgermeister Frank Nopper dazu, dem ebenfalls Ambitionen für eine Kandidatur in der Landeshauptstadt nachgesagt werden.

Rückblick auf 2011 wurde erspart

In der Rede von Strobl spielte der OB-Wahlkampf kaum eine Rolle, stattdessen widmete er sich über weite Strecken dem Thema Euro und Europa. Das stieß bei manchem auf Verwunderung. Dankbarkeit erntete Strobl dagegen mit dem Satz: „Ich will ihnen einen politischen Rückblick auf das Jahr 2011 ersparen.“

Den lokalpolitischen Akzent setzte der Vorsitzende der CDU Stuttgart-Ost, Karl-Christian Hausmann. Die CDU stehe für eine Politik mit Maß, sagte er. In der Verkehrspolitik setze sie sich gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Hauptverkehrsstraßen und gegen Durchfahrtsverbote ein, wie sie im Osten angedacht sind. Vielmehr suche die Partei „ausgewogene Lösungen, die auch dem Autofahrer Rechnung tragen“. Auch die Ökologie liege der CDU am Herzen, so Hausmann. Allerdings nicht in der „übertriebenen Form, wie zuletzt bei den Diskussionen um Juchtenkäfer und winterschlafende Fledermäuse.“

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