Die Lärmmessungen auf dem Frühlingsfest ergaben Werte unterhalb der geduldeten 80 Dezibel. Foto: Max Kovalenko

In Sachen Lärm ist auf dem Frühlingsfest alles im Rahmen, kein Anwohner fand bisher Grund zu klagen.

Stuttgart - Ganz neue Probleme beschäftigen heuer die Macher des Wasens. Wo findet man Parkplätze für Busse? Und was heißt Prost auf Italienisch? Bei der Halbzeitbilanz des Frühlingsfests beschäftigte man sich mangels anderer Aufreger mit solchen Fragen.

Das Wetter ist gut, kein Grund zu klagen. Die Lärmmessungen durch ein Ingenieurbüro ergaben auch des Abends auf den Straßen vor den Fahrgeschäften Mittelwerte von 76 bis 78 Dezibel. Also unterhalb der geduldeten 80 Dezibel. Außerhalb des Wasens näherten sich die Messwerte den 70 Dezibel. Alles im Rahmen, kein Anwohner fand bisher Grund zu klagen. Übermäßige Raufereien gab es auch nicht zu beanstanden, die Polizei hatte keinen Grund zu klagen.

150 Reisebusse kommen

Also konnte Andreas Kroll, Chef der Veranstalterin in.Stuttgart, „entspannt“ erzählen, dass bisher 600.000 Besucher gekommen seien und man auf gutem Wege sei, bis zum Ende am 13. Mai die angepeilte Zahl von 1,2 bis 1,4 Millionen Gäste zu erreichen. Die heuer mit Reisebussen kommen. „Vor drei Jahren hatten wir keine Busse beim Frühlingsfest“, sagt Marcus Christen, Abteilungsleiter von in.Stuttgart, „letztes Jahr waren es 50, dieses Jahr sind es schon 150.“

Auch eine andere seltene Spezies neben dem Busreisenden ist häufiger anzutreffen: Der Tourist. Vornehmlich aus dem Süden. In den vergangenen Jahren waren viele Italiener aufs Volksfest gekommen, nun haben sie auch das Frühlingsfest entdeckt. Und bekommen sogar eigene Fanartikel. Ein T-Shirt etwa, „der Renner“, laut Christen, auf dem in vielen Sprachen Prosit steht, ganz groß aber auf Italienisch „Salute“.

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