Lederhosen und kariertes Hemd: Über das richtige Outfit für die Party im Festzelt scheiden sich die Geister. Foto: 7aktuell.de/David M. Skiba

Wer keine Tracht trägt, kommt nicht ins Zelt? Einem Besucher aus der Region Stuttgart ist das auf dem Cannstatter Volksfest passiert. Unsere Leser haben dazu eine klare Meinung.

Stuttgart - Pünktlich zu jeder Neuauflage des Frühlingsfests und des Cannstatter Volksfests flammt die Diskussion darüber auf, ob zum Wasenbesuch eine Tracht in bayerischer Anmutung das richtige Outfit ist. Für die einen sind Lederhose, Karohemd und Dirndl genau das Richtige. Sie sehen einen zünftigen Abend im Festzelt auf dem Wasen eher als Party, vergleichbar dem Fasching, zu dem man sich auch verkleidet. Für die anderen sind die Trachten aus dem Südosten der Republik ein Verrat an schwäbischen Traditionen.

Befeuert worden ist die Diskussion kürzlich, als sich VfB-Fans im Trachten-Look in der Mercedes-Benz-Arena Pöbeleien ausgesetzt sahen. Und vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Wasen-Besuchern aus der Region der Zutritt zu Wilhelmers Schwabenwelt verwehrt worden war, weil sie keine Lederhosen trugen. Allein die Karohemden hatten nicht gereicht. Michael Wilhelmer, der Wirt der Schwabenwelt, bestätigte auf Anfrage dieser Zeitung, dass bei großem Besucherandrang, etwa an den Wochenenden oder an Abenden vor Feiertagen, bevorzugt Besucher in Trachten eingelassen würden.

In den sozialen Medien ist dies auf blankes bis wütendes Unverständnis gestoßen. Die Leser dieser Zeitung haben größtenteils eine einhellige Meinung zu diesem Thema. Wir haben einige der Reaktionen gesammelt.

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