Autark an der Ostsee. Mit einer vorausschauend geplanten Camper Elektrik, muss man nicht auf Campingplätze angewiesen sein. Foto: Michael Quadflieg

Dem Traum vom eigenen Camper Ausbau steht nur noch mangelnde Erfahrung in Sachen Technik im Weg? Hier gibt es fünf wichtige Tipps von Profis, auf was man bei Planung und Einbau der Elektrik im Camper unbedingt achten sollte.

Stuttgart - Immer mehr Campingbegeisterte wünschen sich größere Individualität. Auch die Ansprüche werden unterschiedlicher. Das Wohnmobil als Homeoffice oder die rollende Küche mit vier Flammen Induktionsherd - realisiert werden solche Wünsche oft im Selbstbau. Doch welchen Stromanschluss braucht ein Wohnmobil und wo kommt der Strom im Wohnmobil her? Wir geben wertvolle Tipps zu Planung und Ausführung.

1. Komfortzone definieren: Welche Elektrik braucht man für den Camper?

“Wie will ich unterwegs sein?”, ist die entscheidende Frage vor jeder Überlegung zur Technik für den Camper. Die Ausstattung eines Campers reicht je nach Persönlichkeit von Matratze und Teelicht bis zur Komplettausstattung mit Induktionsherd und Playstation. Wird nur auf Campingplätzen übernachtet oder muss alles auch autark funktionieren? Wenn ja: Wie lange und wo auf diesem Planeten - welche Bedingungen findet man dort zur Stromgewinnung vor?

Der Tagesbedarf an elektrischer Energie sollte klar umrissen werden. Hilfreich ist eine Liste aller Verbraucher und deren Leistungsangaben, dazu die ungefähre Einsatzzeit pro Tag. Jetzt kann überlegt werden, welche Möglichkeiten der Energieerzeugung zum eigenen Vorhaben passen und wie viel in Akkus gespeichert werden muss.

2. Camper Ausstattung: Wünsche in Verhältnis zu Aufwand und Kosten setzen

Bei elektrischen Anlagen, die ohne festes Stromnetz auskommen sollen, bedeuten die letzten zehn Prozent oft 90 Prozent der notwendigen Investition. Das Induktionskochfeld beispielsweise kann alleine dafür verantwortlich sein, dass Aufwand und Kosten von einem vertretbaren Budget in schwindelerregende Höhen steigen. Man sollte also realistisch abwägen, welche energieintensiven Wünsche wirklich unverzichtbar sind.

Als Faustregel gilt: Soll das normale Leben auf Räder gebracht werden, wird es schnell teuer. Man kann dies als Chance betrachten, endlich etwas Ballast abzuwerfen und zeitweise auf kleinerem Fuß zu leben.

3. Wahl der Stromversorgung im Camper

Der Camper soll an eine externe Stromversorgung, wie eine Stromsäule am Campingplatz, angeschlossen werden können? Ist dies der Fall, sollte beachtet werden, dass 230 Volt Installationen von einem Fachmann abgenommen werden müssen.

Wichtige Faktoren, die über weitere Optionen entscheiden, sind folgende Fragen:

  • Wie hoch ist der ermittelte Tagesbedarf?
  • Wie viel Zeit ohne Steckdose muss überbrückt werden?

Weitere mögliche Optionen zur Stromversorgung im Camper sind folgende:

  • Solaranlage auf dem Camper: Einmal angeschafft, erzeugt sie über viele Jahre Öko-Strom ohne weiteres Zutun. Die Leistungsfähigkeit variiert allerdings mit den Sonnenstunden im Reiseland und der Qualität von Modulen und Gesamtanlage.
  • Laden via Lichtmaschine: Funktioniert immer, verbraucht aber Kraftstoff und bringt nicht viel, wenn die Batterien leer sind und man den Ort verlassen möchte.

Im Gegensatz dazu können beispielsweise Generatoren, mit kleinem Wirkungsgrad, Vorratshaltung von Treibstoff und Lärmbelästigung, nur eine Notfalllösung sein. Besser ist, ausreichend Energie in Akkus zu speichern, sodass Notfälle gar nicht erst auftreten.

4. Elektrik im Camper: Sicherheit geht vor!

Während die Ermittlung des Tagesbedarfs noch ein Leichtes ist, stehen viele Selbstausbauer beim Erstellen eines sinnvollen Stromkonzeptes vor einem Problem. Es gilt zu bedenken: Die fachgerechte Zusammenstellung der Anlage garantiert nicht nur die gewünschte Funktion, sondern auch die Sicherheit unterwegs! Fehler können Brände, Kurzschlüsse und hohe Kosten durch zerstörte Komponenten zur Folge haben, weshalb die Unterstützung durch einen Fachmann sinnvoll ist. Eine kostenlose, persönliche Beratung mit Erstellung eines Angebotes inklusive vereinfacht dargestellten Schaltplänen und Einbauanleitung, bietet tigerexped per Telefon mit erfahrenen Technik-Spezialisten.

5. Umfassend über den Camper Ausbau informieren

Grundkenntnisse gehören zur Installation einer funktionsfähigen, sicheren Anlage dazu! Einschlägige Elektrik-Workshops bieten eine gute Möglichkeit, sein Wissen zu erweitern.

Die Auswahl durchdachter Produkte kann den Bau ebenso vereinfachen. Technisch raffinierte Elemente, wie eine Zentralelektrik, die die Anzahl bestimmter Fehlerquellen von vornherein halbiert, sind für Hobby-Installateure eine gute Wahl.

Der Traum vom Camper Umbau

Mit etwas Motivation und Vorbereitung, steht dem individuellen Reisetraum nichts im Wege. Wichtig ist: Nicht allen üblichen Wohnungsluxus für den umgebauten Camper einzuplanen, wenn die Kosten überschaubar bleiben sollen. Wer sich nicht sicher ist, kann mit kleinen, modularen Systemen starten und später aufrüsten.

Info: Weitere Informationen und technische Beratung auf der Webseite von tigerexped.