Ein besonders geschmackloses Transparent richtete sich gegen RB-Sportdirektor Ralf Rangnick: „Burnout-Ralle, häng Dich auf!“ Foto: AP

Der Fußball ist beim Spiel des BVB gegen RB Leipzig in den Hintergrund getreten. Dortmunder Randalierer attackierten Leipzig-Fans auf brutale Weise, außerdem waren viele extrem beleidigende und geschmacklose Banner im Dortmunder Stadion zu sehen.

Dortmund - Das Spiel von Borussia Dortmund gegen RB Leizpig (1:0) ist bereits im Vorfeld von extremer Gewalt gegen Leipzig-Fans überschattet worden. BVB-Anhänger hatten außerdem vorab in der ganzen Stadt Schmähplakate angebracht und auch im Stadion viele beleidigende Banner gegen das „Kunstprodukt“ RB Leipzig gezeigt.

Einige enthielten Aufrufe zur Gewalt wie beispielsweise zum Werfen von Pflastersteinen. Ein besonders geschmackloses Transparent richtete sich gegen RB-Sportdirektor Ralf Rangnick: „Burnout-Ralle, häng Dich auf!“ Rangnick war 2011 als Trainer von Schalke 04 wegen psychischer Probleme zurückgetreten.

RB Leipzig verurteilt Vorfälle scharf

RB Leipzig hat die Vorfälle scharf verurteilt und den BVB zum Handeln aufgefordert. Der Aufsteiger reagierte am Sonntag mit einer Stellungnahme auf die Vorkommnisse am Samstag bei und am Rande der 0:1-Niederlage. „Die Übergriffe von Dortmunder Fans gegen gegnerische Zuschauer, gegen die Polizei, aber auch Beleidigungen und Straftaten gegen Kinder und Frauen sind nicht tragbar und beschämend für ganz Fußball-Deutschland“, hieß es in der Mitteilung.

Der Verein stellte klare Forderungen an die Verantwortlichen des BVB, namentlich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Präsident Reinhard Rauball. „Wir erwarten von Herrn Watzke und Herrn Rauball, dass diese von mehreren Tätern verübten Vorfälle - die diese Saison erstmals unsere Fans betrafen - lückenlos im Interesse der gesamten Bundesliga aufgeklärt werden.“ Nach Information von RB konnten auch die verletzten Fans die Heimreise antreten.

Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund haben indes eine Aufarbeitung der Geschehnisse angekündigt. „Der BVB verurteilt diese Gewalt auf das Schärfste“, teilte der Bundesligist am Sonntag mit.

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