Weltweit im Einsatz: Die Fregatte Bayern kehrt von einem Einsatz vor der Küste Somalias zurück. In ihrer 64-jährigen Geschichte war die Bundeswehr vor allem in Afrika und im Nahen Osten aktiv. Foto: picture alliance / dpa/Ingo Wagner

Seit 1960 ist die Bundeswehr im Ausland im Einsatz. Zunächst leistete sie nur Katastrophenhilfe, 1994 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass auch bewaffnete Missionen legitim sein können. Ein Überblick über die Einsätze.

Stuttgart - Inwieweit Soldaten der Bundeswehr in den Überlegungen von Annegret Kramp-Karrenbauer eine Rolle spielen, hat die Vorsitzende der CDU bislang offen gelassen. Die Idee einer Sicherheitszone in Nordsyrien, die sie auch von einer UN-Truppe schützen lassen will, ist bislang jedenfalls auf wenig Wohlwollen gestoßen.

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt, dass die Bundeswehr sich nicht um zusätzliche Aufgaben reiße. „Schon jetzt sind 17 000 deutsche Soldatinnen und Soldaten in internationale Einsätze eingebunden.“

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Seitdem Deutschland im Jahr 1955 wieder eine Armee aufgebaut hat, hat sich die Bundeswehr an zahlreichen humanitären Hilfsaktionen beteiligt. 1960 gingen die ersten deutschen Militärflugzeuge nach dem Zweiten Weltkrieg in die Luft. Die Luftwaffe brachte Hilfsgüter in die Stadt Agadir (Marokko), die von einem Erdbeben zerstört worden war. In den Folgejahren waren Bundeswehrsoldaten unter anderem in Algerien, Italien, Äthiopien, Namibia und Iran im Einsatz, wo sie Katastrophenhilfe leisteten.

Innerhalb von Nato- und UN-Mandaten darf sich die Bundeswehr seit 1994 wieder an bewaffneten Einsätzen beteiligen. Zurzeit sind Bundeswehrsoldaten an zehn Missionen beteiligt.

Aber wo genau sind deutsche Soldaten derzeit im Einsatz? In unserer Bildergalerie bieten wir eine chronologische Übersicht aktueller und vergangener Missionen im Ausland.

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