Schon mehrfach negativ aufgefallen: Die Staufer-Kaserne in Pfullendorf Foto: dpa

Die Pfullendorfer Staufer-Kaserne steht offenbar im Zentrum von weiteren Ermittlungen. Einem Medienbericht zufolge soll ein Soldat nach einem Übungslauf zusammengebrochen sein.

Pfullendorf - Die Staufer-Kaserne in Pfullendorf steht erneut im Mittelpunkt von Schikane-Vorwürfen: Wie Spiegel-Online berichtet, wurden dort Unteroffiziers-Anwärter so lange zum Marschieren gezwungen, bis mehrere von ihnen zusammenbrachen. Ein Soldat soll in Ohnmacht gefallen und ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Der verantwortliche Ausbildungsfeldwebel sei versetzt worden, heißt es, sowohl Heeres-Inspekteur Jörg Vollmer als auch Heeres-General Frank Leidenberger hätten die Kaserne wegen des Vorfalls inspiziert. Die Ermittlungen laufen offenbar noch.

Sollten die Vorwürfe zutreffen, wäre dies ein erneuter Fall von skandalöser Schikane bei der Truppe – und vor allem in der Staufer-Kaserne in Pfullendorf. Diese hatte im Sommer vergangenen Jahres Aufsehen erregt, weil dort anstößige Praktiken bei der Sanitäterausbildung und erniedrigende Aufnahmerituale unter den Mannschaftssoldaten aufgedeckt worden waren. In der Bundeswehrkaserne in Munster (Niedersachsen) waren im Sommer nach einem Übungslauf ebenfalls mehrere Soldaten zusammengebrochen. Die Ausbilder ließen den Lauf fortsetzen. Ein Offiziersanwärter verstarb später an multiplem Organversagen.

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