Sami Khedira (rechts) bei seinem überraschenden Comeback gegen Celta de Vigo. Foto: dpa

Dass Sami Khedira wieder auf dem Platz steht, freut auch Joachim Löw. Schließlich muss der Bundestrainer planen: Von Khediras Gesundheitszustand hängt auch ab, auf welcher Position Kapitän Philipp Lahm bei der WM spielt.

Dass Sami Khedira wieder auf dem Platz steht, freut auch Joachim Löw. Schließlich muss der Bundestrainer planen: Von Khediras Gesundheitszustand hängt auch ab, auf welcher Position Kapitän Philipp Lahm bei der WM spielt.

Berlin - Die Position von Philipp Lahm in der deutschen WM-Elf wird abhängig sein vom Fitnesszustand von Sami Khedira. Das bestätigte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Treffen der Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Hamburg. „Ich muss schauen, wie sich Khedira in der Vorbereitung präsentiert“, sagte der Bundestrainer, der erfreut die Nachricht vom Comeback seines Mittelfeldstars in der spanischen Liga registrierte. Mit Sicherheit könne Khedira „punktuell helfen“, betonte Löw.

Die entscheidende Frage auch für die Rolle von Kapitän Lahm, der als Rechtsverteidiger oder im zentralen defensiven Mittelfeld spielen soll, ist für ihn aber: Kann Khedira „nach einem halben Jahr Pause solch ein Turnier mit bis zu sieben Spielen, durchstehen?“

Einen klaren Auftrag erteilte Löw zum Start der WM-Vorbereitung, die ohne 20 Spieler aus dem vorläufigen Brasilien-Kader am Dienstag mit einem Test gegen Polen beginnt, an Mesut Özil. „Mesut muss an seiner Körpersprache arbeiten“, erklärte der DFB-Chefcoach in einem Interview mit dem „kicker“.

„Er ist ein genialer Kicker, das hat er in der Nationalmannschaft jedes Jahr gezeigt“, lobte Löw: „Aber er muss auch dann, wenn ihm mal etwas misslingt oder er eine entscheidende Situation nicht glücklich löst, zeigen, dass er dies wegsteckt und signalisiert: „Ich bin trotzdem weiter da und kann das Spiel prägen. Er steckt da mitten in einem Lernprozess, den er meistern wird. Ich setze auf ihn und habe großes Vertrauen in Mesut Özil.“

Ancelotti lobt Khedira

Real-Trainer Carlo Ancelotti lobte Khediras Leistung bei dessen Comeback. Der deutsche Nationalspieler habe - ebenso wie der lange Zeit verletzte Alvaro Arbeloa - beim 0:2 der Königlichen bei Celta de Vigo eine sehr gute Partie gezeigt, sagte der Coach am Sonntagabend.

„Beide haben eine Stunde lang mit großem Einsatz gespielt“, konstatierte der Italiener. „Dies war die positivste Note des Spiels in Vigo. Beide werden auch im letzten Saisonspiel gegen Espanyol Barcelona wieder mit von der Partie sein.“ Ancelotti hatte Khedira überraschend in die Startelf berufen. Nach 57 Minuten wurde der Deutsche für Asier Illarramendi ausgewechselt. Mit den Gegentoren hatte er nichts zu tun.

Khedira hatte sich am 15. November 2013 im Testspiel der deutschen Nationalelf in Italien (1:1) einen Kreuzbandriss zugezogen. Nach seinem Comeback kann er sich Hoffnungen machen, im Champions-League-Finale am 24. Mai in Lissabon gegen Atlético Madrid zum Einsatz uz kommen. Mittelfeldspieler Xabi Alonso ist für das Endspiel gesperrt.

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