Da ist er: Bundestrainer Julian Nagelsmann (hinten/Mitte) sucht seinen Platz vor dem Spiel des VfB gegen Eintracht Frankfurt. Rechts neben ihm sein Assistent Benjamin Glück. Foto: IMAGO/Michael Weber

Julian Nagelsmann bootete zuletzt einige VfB-Nationalspieler aus – jetzt saß der Bundestrainer gegen Eintracht Frankfurt auf der Tribüne in der Stuttgarter Arena.

Keine Frage – der 3:2-Sieg des VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt bot Spektakel pur am Dienstagabend. Auch der Mann, der in der Loge in der Reihe vor VfB-Vorstandchef Alexander Wehrle und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth Platz genommen hatte, dürfte sich gut unterhalten gefühlt haben. Und womöglich ein paar Erkenntnisse für seine nächste Kaderzusammenstellung gewonnen haben.

 

Bundestrainer Julian Nagelsmann war da und hat damit erstmals im WM-Jahr einige VfB-Kandidaten unter die Lupe genommen, wie das dann so schön heißt. Das nächste Heim-Länderspiel der DFB-Elf steigt sinnigerweise in der Stuttgarter Arena, am 30. März geht es gegen Ghana (20.45 Uhr) – und rund um diese Partie wird sich aus Sicht des VfB ja alles um diese Frage drehen: Wie viele Profis der Weiß-Roten schaffen es dieses Mal in Nagelsmanns Kader – nachdem es ja zum Ende des vergangenen Länderspieljahres immer weniger geworden waren.

Julian Nagelsmann und die Ausbootungen

Die Ausbootungen von Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt und insbesondere des Taktgebers Angelo Stiller gerieten dabei zum Politikum. Nur noch Torhüter Alexander Nübel und Offensivmann Jamie Leweling zählten noch zum Aufgebot – in das nun auch der zuletzt ebenso nicht mehr berücksichtigte Deniz Undav wieder drängt. Klar ist: Mittelstädt, Stiller und, na klar, der extrem formstarke Torjäger Undav betrieben zuletzt Eigenwerbung in Sachen DFB-Nominierung – und überzeugten vor Nagelsmanns Augen nun auch gegen die Frankfurter Eintracht.

Bis zum nächsten Länderspielblock Ende März (am 27. März geht es zunächst in Basel gegen die Schweiz) wird aber noch viel passieren. Sollten die VfB-Nationalspieler allerdings ihre Form halten, spricht wenig dagegen, dass der Stuttgarter Block in der DFB-Elf dann wieder ein größerer sein wird als zuletzt. Dachte sich womöglich auch Julian Nagelsmann am Dienstagabend auf der Tribüne.