Jasmina Hostert hat viel politische Erfahrung gesammelt. Foto: privat

Die 37-jährige Böblinger Stadt- und Regionalrätin wirbt bei der SPD um ihre Nominierung für die Bundestagswahl.

Böblingen - Jasmina Hostert bewirbt sich erneut als Kandidatin für die Bundestagswahl im kommenden Jahr. Dies teilte sie in einem Schreiben den Mitgliedern der Sozialdemokratischen Partei im Kreis Böblingen mit. Bereits vor vier Jahren ist die Böblingerin für die SPD ins Rennen gegangen. Damals erhielt sie knapp 20 Prozent der Stimmen im Wahlkreis und stand auf Platz 25 der Landesliste der SPD. Dieses Mal hofft sie auf einen deutlichen besseren Platz, der ihr dann den Sprung in den Bundestag ermöglichen soll.

Immerhin habe sie in den vergangenen Jahren viel Erfahrung in verschiedenen politischen Bereichen gesammelt. Sie ist nicht nur Stadträtin in Böblingen, sondern auch Regionalrätin im Verband Region Stuttgart. Seit fünf Jahren führt sie die SPD im Kreis Böblingen an. Als stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg gehört sie zur engsten Führung der Landespartei.

Hostert will nach 20 Jahren wieder Frau aus dem Kreis im Parlament

„Nach 24 Jahren braucht der Landkreis Böblingen wieder eine starke sozialdemokratische Abgeordnete in Berlin – gerade in Zeiten, in denen wir um den Erhalt unserer Arbeitsplätze kämpfen müssen,“ sagt Hostert. „Im übrigen ist es auch nach fast 20 Jahren an der Zeit, dass der Kreis auch wieder eine Frau in den Bundestag entsendet.“

Hostert stammt aus Bosnien und ist als Zehnjährige schwer verletzt aus dem Bürgerkrieg nach Deutschland gekommen. Sie studierte Politikwissenschaften und ist seit einigen Jahren die Geschäftsführerin der Regional-SPD.

Die 37-Jährige will sich für Familien einsetzen

Der 37-jährigen Mutter einer achtjährigen Tochter liegt besonders die Situation der Familien am Herzen. „Ich kämpfe dafür, dass eine Kindergrundsicherung eingeführt wird, damit kein Kind in Deutschland in Armut lebt und so Familien und vor allem Alleinerziehende entlastet werden“, schreibt sie in ihrer Bewerbung.

Weitere ihr wichtige Themen sind die Anpassung des Mindestlohns und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Menschen in Gesundheitsberufen.

Die SPD nominiert ihre Landtagskandidaten am 15. Oktober. Dazu hat sich auch der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende im Landtag, Andreas Stoch, angekündigt.

Bei den Grünen hat ja bereits Tobias Bacherle seine Kandidatur für die Bundestagswahl angekündigt. Nun hat er sein erstes großes Ziel erreicht: Die Grüne Landesjugend nominierte ihn gemeinsam mit der Karlsruherin Zoe Mayer zum Spitzenkandidaten. Das, so hofft Bacherle, hilft ihm, einen guten Listenplatz auf der grünen Landesliste zu bekommen – und so den Sprung nach Berlin zu schaffen.

Bereits nominiert hat die FDP im Kreis: Sie schickt den amtierenden Bundestagsabgeordneten Florian Toncar ins Rennen. Sein CDU-Kollege Marc Biadacz wird am 16. Oktober nominiert.

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