Parteichef Jörg Meuthen (Archivbild) Foto: dpa/Oliver Dietze

Wer kandidiert für die Südwest-AfD für den Bundestag? Eine Versammlung in der Messe Stuttgart, die das klären sollte, ist wegen Corona geplatzt. Nun äußert sich der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen zum weiteren Vorgehen.

Berlin - Die Kandidaten der AfD für die Bundestagswahl am 26. September sollten nach Ansicht von Parteichef Jörg Meuthen möglichst in Präsenzveranstaltungen bestimmt werden und nicht per Online- oder Briefwahl. Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen gehe er davon aus, dass der Lockdown bald beendet werde, sagte Meuthen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Damit wären Versammlungen im April oder Mai wieder möglich. Er halte nichts davon, sich jetzt schon auf ein alternatives Verfahren festzulegen. Der Verzicht auf eine Versammlung dürfe auch in seinem eigenen Landesverband Baden-Württemberg nur die „ultima ratio“ sein.

Meuthen hat angekündigt, nicht für den Bundestag kandidieren zu wollen. Er ist Mitglied im Europäischen Parlament und teilt sich den Parteivorsitz mit dem Bundestagsabgeordneten Tino-Chrupalla. Zu denjenigen mit guten Aussichten auf den Spitzenplatz im Südwesten zählt die Chefin der Bundestagsfraktion, Alice Weidel. Sie ist auch Vorsitzende des baden-württembergischen Landesverbands.

Die baden-württembergische AfD wollte eigentlich am 6. und 7. Februar in der Messe Stuttgart zusammenkommen, um die Landesliste für die Bundestagswahl aufzustellen. Der Landesvorstand hatte die Veranstaltung jedoch diese Woche abgesagt. Als Grund nannte er eine Auflage des Gesundheitsamts, die eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person in der Messehalle vorschreibt.

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