Auch die Ultras vom VfB Stuttgart gehen auf Distanz zu den Verbänden. Foto: Pressefoto Baumann

Die aktiven Fan-Szenen in Deutschland haben den vor rund einem Jahr aufgenommenen Dialog mit DFB und DFL aufgekündigt. Das Commando Cannstatt, Ultra-Gruppierung beim VfB Stuttgart, äußert sich in einem Schreiben.

Stuttgart - Der Konflikt zwischen den Fans und den Verbänden DFB und DFL spitzt sich weiter zu. Nun haben die aktiven Fan-Szenen in Deutschland – darunter auch die des VfB Stuttgart – den Dialog mit den Verbänden aufgekündigt. „Zuletzt manifestierte sich der Eindruck, dass der Fußballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verbänden auszunehmen“, kritisieren unter anderem die Ultras von Commando Cannstatt in einem am Dienstag veröffentlichten Pamphlet.

Man sehe keine Möglichkeit mehr, außer den Protest „noch engagierter als zuvor in die Stadien zu tragen“. Weiter heißt es: „Wir sind weiterhin bis in die Haarspitzen motiviert, uns für die Grundwerte des Fußballs und gegen eine weitere Entfremdung des Fußballs durch Korruption, Gutsherrenmachenschaften und Kommerzialisierung einzutreten. Wir sehen es mehr denn je als unsere Verantwortung gegen den DFB und die DFL aufzustehen und wissen Zehntausende Unterstützer in den Kurven des Landes hinter uns.“

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