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Der Fußball lebt vom Superlativ. Irgendeiner kann immer was am besten – dann ist er Meister. So oder so.

Stuttgart - Weil die Tabelle nicht lügt, ist der FC Schalke 04 in gewisser Hinsicht schon Meister. In der ultimativ coolen Sprache der Marketing-Experten ausgedrückt: Best Performer. Immerhin stand die Mannschaft am siebten Spieltag nach langer Zeit mal wieder auf Platz eins – bis kurz vor Ende der Nachspielzeit. Aber wie der legendäre Manager Rudi Assauer schon weitsichtig formulierte: „Wenn der Schnee schmilzt, siehst du, wo die Kacke liegt.“ Jonas Hector köpfte in letzter Sekunde das 1:1 für den 1. FC Köln. Es ist ein Jammer.

Skurrile Studie

Was bleibt ist der nicht zu verachtende Trost, den ImmobilienScout 24 schon zum Saisonstart verkündete: Zwar ist die Gegend um die Heimstatt königsblauer Fußballkünste als Wohnort in etwa so attraktiv wie hundert Kilometer Autobahn, aber das Eigenheim in Toplage – mit unverbaubarem Blick auf die Parkplätze der Veltins-Arena – ist schon für durchschnittlich 1261 Euro pro Quadratmeter zu haben. Wer zur Miete wohnt, zahlt lediglich 5,50 Euro kalt. Das ist deutlich günstiger als das Wohnen an anderen Bundesligastandorten wie München, Hamburg oder Düsseldorf, könnte aber auch damit zu tun haben, dass die skurrile Studie irgendwie Äpfel mit Birnen vergleicht. Beim seit 1958 um eine Meisterschaft flehenden Schalke-Fan nährt es jedenfalls die Gewissheit: Man muss die Studie nur richtig rum lesen, dann können selbst die Knappen irgendwas am besten.

Der Bratwurst-Champion

Unbestrittener Bier- und Bratwurst-Champion ist dagegen ein Aufsteiger: Laut einer Umfrage des Fachmagazins „Sponsors“ zahlen Besucher der Alten Försterei von Union Berlin 6,50 Euro für das traditionelle Komplettpaket: 2,50 Euro für die Wurst, vier Euro fürs Bier. Im deutschen Profifußball wird dies nur vom Drittligisten Hallescher FC (6,25 Euro ) unterboten. Am teuersten sind Bratwurst (4,50) und Bier (4,70 für 0,5 Liter) beim FC Bayern in der Allianz-Arena. Was soviel bedeutet wie: Wer Lederhosen trägt, kann tiefer in die Tasche greifen. Günstigster Zweitligist ist der FC St. Pauli (6,50). Beim VfB Stuttgart kostet die Wurst drei, das Bier vier Euro.

Größe, Gewicht und Geschmack waren nach Auskunft der Tester keine Bewertungskriterien. Auch Brechgefühle nach dem Spiel blieben unberücksichtigt.

Und wer ist deutscher Stadionmeister? Fans sind angeblich mehrheitlich der Meinung, dass Hertha BSC in der schönsten Schüssel spielt. Vor der Allianz-Arena des FC Bayern München. Die Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena landete auf Rang zehn.

Gut gekickt, am meisten geklickt: In der Bundesliga-Tabelle belegte Eintracht Frankfurt in der vergangenen Spielzeit Rang sieben, auf den digitalen Kommunikationsplattformen feierten die Hessen sogar die deutsche Social-Media-Meisterschaft. Das Internationale Fußball Institut (IFI) analysierte und bewertete die Aktivitäten aller Erstligisten in den verschiedenen Sozialen Netzwerken. Die Kriterien: Qualität, Quantität und die Interaktionsrate der Beiträge sowie die Reichweitenentwicklung im Saisonverlauf. Mit einem Gesamtwert von 43 Punkten sicherte sich die Eintracht zum zweiten Mal nach 2017 den Titel – vor Fortuna Düsseldorf (36). Der FC Bayern München (5./33) und Borussia Dortmund (8./30) rangieren nur im vorderen Mittelfeld.

Klima-Award für FC Bayern

Gute Chancen auf die deutsche Klimameisterschaft haben Umweltexperten zufolge neuerdings Werder Bremen (grüne Trikots) und der FC Bayern. Die Münchner hätten am Samstag zwar lieber gewonnen, bekommen aber für ihr wegweisendes Mehrwegbechersystem den europäischen Reusable-Award 2019. Unbestätigten Gerüchten nach feilte Edelreservist Thomas Müller nach dem 1:2 gegen die TSG Hoffenheim vor Journalisten bereits an seiner Dankesrede: „I have nothing to say. Tank you.“ Ich habe nichts zu sagen. Danke.

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