Der Videobeweis in der Fußball-Bundesliga bleibt umstritten. Ex-Spieler könnten die Schiedsrichter nun unterstützen. Foto: dpa

Die Diskussionen um den Videobeweis in der Bundesliga nehmen kein Ende. Nun sollen laut Medienberichten ehemalige Spieler die Unparteiischen bei ihren Entscheidungen unterstützen.

Berlin - Nach den erneuten Diskussionen um den Videobeweis in der Bundesliga sollen nach „Bild“-Informationen ehemalige Profis die Schiedsrichter künftig unterstützen. Der Deutsche Fußball-Bund habe einen „Geheimplan“ entwickelt, schreibt die Zeitung am Dienstag. „Um endlich eine einheitliche Linie zu finden“, sollten frühere Profis die Unparteiischen „unterstützen und ihnen erklären, was ein Foul, was eine Schwalbe und wann ein Handspiel absichtlich ist“, heißt es.

Der zuständige DFB-Projektleiter Jochen Drees sagte der „Bild“: „Ehemalige Profis mit ins Boot zu nehmen, ist ein total sinnvoller Vorschlag. Ich bin dafür sehr offen, das werden wir diskutieren. Ehemalige Spieler haben noch mal eine andere Sichtweise auf Situationen, das kann uns weiterhelfen. Wir haben die Weisheit ja nicht mit Löffeln gegessen, versperren uns keinen neuen Ideen.“

Ex-Spieler sollen Unparteiische schulen

Drees hatte bereits am Montag Verständnis für den Ärger über den Videobeweis geäußert. In einem Interview auf der DFB-Homepage räumte er Fehler ein, verwies aber auch auf zurecht korrigierte Entscheidungen in den Spielen am vergangenen Wochenende.

Laut „Bild“ sollen die Ex-Profis die Schiedsrichter zunächst mit Videos schulen. Im Raum der Videoassistenten in Köln sollen sie erst einmal nicht eingesetzt werden. Am Wochenende hatte es vor allem in den Partien Mainz gegen Hannover (1:1) und Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt (1:0) Ärger um Schiedsrichter-Entscheidungen gegeben.

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