Die Helden der großen Pixar-Filme sind derzeit zu Gast in der Bonner Bundeskunsthalle.
Bonn - Woody, Buzz Lightyear, Wall-E und Nemo: Die Helden der großen Pixar-Filme sind derzeit zu Gast in der Bonner Bundeskunsthalle. Noch bis zum 6. Januar 2013 ist dort eine umfangreiche, sehenswerte Ausstellung zu sehen, die die Arbeit des legendären Studios dokumentiert von dessen Anfängen mit „Toy Story“ bis hin zum aktuellen Spielfilm „Merida – Die Legende der Highlands“.
Das Studio hat die Schau auf persönliche Anregung seines Begründers John Lasseter und unter der Leitung von Elyse Kleidman für das Moma in New York zusammengestellt. Von dort bereiste sie seitdem Australien und den Fernen Osten, bevor sie nun durch Europa tourt. Für die einzige Station der Ausstellung in Deutschland wurde sie jetzt nochmals überarbeitet, ergänzt und auf den aktuellsten Stand gebracht.
Akribische Vorarbeit und begeisternde Kreativität
Zu sehen sind Original-Entwürfe und Design-Tests, Modelle und Hintergrundmalereien, die die akribische Vorarbeit und begeisternde Kreativität der Trickfilmer anschaubar und verständlich machen. Was im Computer entsteht, wird ihm noch immer von kreativen Menschen eingefüttert getreu dem der Schau vorangestellten Motto Lasseters: „Die Kunst fordert die Technik heraus, und die Technik inspiriert die Kunst!“
Die unermüdliche und arbeitsreiche Suche nach dem finalen Look einer Figur, der richtigen Haarfarbe und dem passenden Kostüm wird für Laien wie für Fans nachvollziehbar und macht staunen über Schaffensprozesse, die sich über fünf oder sechs Jahre hinziehen können.
Im Artscape-Kinosaal erwachen 2D-Zeichnungen mittels einfacher Animation auf drei großen Leinwänden zum Leben, das dem Zoetrope, einem rotierenden Dreh-Teller, beginnen sich Pixar-Figuren wie von Zauberhand flüssig zu bewegen – so erlebt man durch bloßes Betrachten, wie das Animieren, das Beseelen unbelebter Gegenständen und Zeichnungen funktioniert.
Die zweisprachige Ausstellung führt durch den mehrjährigen Schaffensprozess, den ein Pixar-Film durchläuft von der Idee über das Charakter-Design der Figuren und der Entwicklung der Filmhandlung im sogenannten Storyboard bis hin zum Endprodukt. Kreative Freiräume, gepflegter Teamgeist, das von Walt Disney übernommene System des „Plussing“, des Über-sich-Hinauswachsens, sind nur einige Geheimnisse, die den Erfolg des weltbesten Animationshauses begründen. In der Ausstellung werden sie offen dargelegt – und können deutschen Trickfilmern als Inspiration dienen.
Im Eingangsbereich können sich Trickfilmfreunde mit lebensgroßen Repliken der Hauptfiguren Mike und Sully aus der „Monster AG“ fotografieren lassen, im umfangreichen Rahmenprogramm werden Expertenführungen, Vorträge und eine Trickfilm-Masterclass angeboten.
www.bundeskunsthalle.de