Vor 20 Jahren verbrauchte ­jeder Deutsche durchschnittlich 147 Liter am Tag, heute sind es 123 Liter. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz sieht die Versorgung mit Trinkwasser wegen des Klimawandels als gefährdet an. Schon jetzt müsse der Staat und die Bürger daher vorsorgen.

Berlin - Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, hat angesichts des Klimawandels vor Trinkwasserknappheit in Deutschland gewarnt. „Es gibt schon die eine oder andere Gemeinde, die mit dem Problem Trinkwasserknappheit konfrontiert ist“, sagte Schuster. Er verwies auf sinkende Grundwasserspiegel und die „Konkurrenz zur Landwirtschaft“.

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„Wir befürchten, dass das Problem noch zunimmt“, so Schuster. Darauf müssten sich die Bürger, aber auch die Kommunen einstellen. Um vorzusorgen, stellt das BBK seinen Angaben zufolge in einem Förderprogramm fast 60 Millionen Euro für die Sanierung von Trinkwassernotbrunnen, für Verbundleitungen und die Notstromversorgung der Wasserversorger bereit.

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Extreme Wetterwechsel und Waldbrände

„Mindestens ebenso groß“ wie das Risiko Wasserknappheit sei angesichts des Klimawandels „die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden und extremen Wetterwechseln“, sagte Schuster weiter.

Der BBK-Präsident appellierte aber auch an die Eigenverantwortung der Menschen in Deutschland: „Ich will keinen Alarm schlagen, dazu ist es noch zu früh. Aber ein ressourcenschonender, nachhaltiger Umgang mit Wasser sowie eine erhöhte Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit in der Bevölkerung bei extremen Wetterlagen ist bereits heute sehr angezeigt.“

Deutschlands Wasserressourcen betragen 188 Milliarden Kubikmetern, davon werden rund 13 Prozent pro Jahr entnommen. Regional gibt es aber zum Teil deutliche Unterschiede. So machen sich die Wasserversorger vor allem in Gegenden mit sandigen Böden wie in Nord- und Ostdeutschland Sorgen um Trinkwasserreserven.

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