4000 Büros und 2100 Stellplätze sind an der Landhauskreuzung in Stuttgart-Möhringen geplant. Foto: dpa/Bernd Weissbrod

In Stuttgart-Möhringen sind rund 4000 neue Arbeitsplätze an der Landhauskreuzung geplant, die Nachbarn in Leinfelden-Echterdingen fürchten den Verkehr, der zusätzlich auf die Stadt zurollen könnte. Deshalb hat man einen Vorschlag.

Möhringen - In Möhringen soll im Gewerbegebiet an der Landhauskreuzung auf einer Fläche von 4,7 Hektar ein neuer Bürokomplex gebaut werden. Es handelt sich um das Grundstück zwischen den Stadtbahngleisen, der Kurt-Schumacher-Straße und der Plieninger Straße. Derzeit befinden sich dort vor allem Parkplätze und ein von Daimler gemietetes Gebäude. Verantwortlich für das Projekt ist der Eigentümer, das Immobilienunternehmen Hines. Insgesamt rund 4000 Arbeitsplätze werden dort entstehen. Zusätzlich könnten auf dem Areal sogenannte Boarding-Houses gebaut werden, in denen Firmenmitarbeiter für eine gewisse Zeit in Zimmern und Appartements wohnen.

Angesichts dieser enormen Zahl an Büros und der geplanten 2100 Stellplätze befürchtet die Stadtverwaltung von L.-E. auch Auswirkungen auf die eigene Kommune und hat sich in einer Stellungnahme dazu geäußert. „Trotz Anschluss an den ÖPNV ist mit einem beträchtlichen Individualverkehrsanteil zu rechnen“, heißt es in dem Schreiben, das dem Technischen Ausschuss jüngst vorgestellt wurde. Ein Gutachten geht von täglich 4200 zusätzlichen Pkw-Fahrten aus. Die Straßen und Kreuzungen werden darin als gerade noch ausreichend leistungsfähig bezeichnet.

Leinfelden-Echterdingen fordert ein gemeinsames Verkehrskonzept

„Aus diesem Grund sind Rückwirkungen auf das umliegende Straßennetz trotz des noch positiven Fazits im Verkehrsgutachten nicht auszuschließen“, heißt es seitens der Stadt L.-E.; und das gelte besonders für die Zusammenschau aller im westlichen Filderraum geplanten Großvorhaben. Die Befürchtung ist, dass Mitarbeiter der in den neuen Gebäuden ansässigen Unternehmen täglich aus dem Süden einpendeln und nicht nur die B 27, sondern auch die ohnehin zu Stoßzeiten verstopften Straßen zusätzlich belasten.

Das Vorhaben unterstreicht noch die dringende Erfordernis eines gemeinsamen Verkehrskonzepts für den Filderbereich“, heißt es. Zu diesem Thema war kürzlich eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet worden. Die Verwaltung von L.-E. begrüßt das ausdrücklich und verbindet damit die Erwartung, dass gemeinsame Untersuchungen intensiv vorangetrieben und Lösungen gefunden werden.

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