Der Spielplatz im Schlosspark soll saniert werden. Foto: Bürgerverein Mühlhausen

Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat die Bürgerwünsche für den Bürgerhaushalt bewertet und zehn Wünsche daraus für besonders gut befunden.

Mühlhausen - Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat für die zehn am besten bewerteten Vorschläge für den Bürgerhaushalt seine Stellungnahme abgegeben. Das Gremium unterstützt die Erneuerung des Spielplatzes im Schlosspark in Mühlhausen. Dahinter stehen auch die Bürgervereine Mühlhausen, Freiberg-Mönchfeld, Hofen und Neugereut. Der Spielplatz hinter dem Palm’schen Schloss weist nur noch spärliche Spielmöglichkeiten auf. Das soll sich ändern. Der Bürgerverein Mühlhausen war schon mit Vertretern des Garten-, Friedhofs- und Forstamts sowie Bürgern vor Ort. Erste Ideen wurden wie berichtet gesammelt. Jetzt soll der Platz wieder für die Kinder bespielbar werden. Auf der Liste stehen weitere Spielplätze, so etwa die Sanierung der Plätze an der Scillawaldstraße/Raingärtlesweg in Hofen und Im Stüble/Walchenseestraße.

Spielplatz in einem traurigen Zustand

Die zweite Vorsitzende des Vereins Spiel und Idee ISI-Hofen, Tatjana Morhard, beschreibt die Situation des Spielplatzes am Raingärtlesweg so: „Das Klettergerüst ist mittlerweile fast zwei Jahre eingerüstet. Ebenso sind immer mehr Spielgeräte vom Spielplatz verschwunden und nicht ersetzt worden (ein Holzhäuschen, ein Karussell, zwei Wipppferde). Hätte nicht der ISI-Verein ein Hangelgerät und Barren gespendet sowie sich dafür eingesetzt, dass eine Kleinkinderschaukel auf den Spielplatz gehört, würde es nur noch eine Rutsche, eine Schaukel und einen Sandkasten geben.“ Sie unterstützt die Forderung des Bezirksbeirats: „Da dies der einzige Spielplatz in größerer Umgebung in Hofen ist, sollte hier mehr gemacht werden.“

Auch der Bolzplatz am Palm’schen Schloss soll wiederbelebt werden, nachdem die Interims-Container den Sportplatz vor der Turnhalle blockieren. Die Vorschläge für die Erneuerung des Platzes reichen von einem neuen Belag bis hin zum Aufstellen von Fußballtoren und Basketballkörben.

Fontäne gegen schwierige Sauerstoffsituation

Als weiteres hält der Bezirksbeirat auch den Vorschlag für eine Fontäne im Max-Eyth-See für sinnvoll. Mit Blick auf die oft schwierige Sauerstoffsituation des Sees und das große Fischsterben 2019, bei dem mehr als 50 000 Fische durch plötzlichen Sauerstoffmangel verendet sind, soll eine dauerhafte Fontäne für eine bessere Sauerstoffversorgung sorgen.

Neben dem nützlichen Effekt könne die Fontäne zum Wahrzeichen werden. Der See solle so ertüchtigt werden, dass er sich selbst trage und nicht jedes Jahr neue Maßnahmen gebraucht werden. Ein Strombedarf für die Pumpen im See könnten durch Solarpanels auf dem Gebäude auf der Halbinsel gedeckt werden, die dort installiert werden.

Weitere Vorschläge für den Max-Eyth-See werden unterstützt, nämlich die Einrichtung von Toilettenanlagen beim Klassenzimmer am See. Was das Grillen am See betrifft, so schlägt der Bezirksbeirat vor, dies nochmals in diesem Jahr zu beobachten und bei Bedarf für nächstes Jahr ein Grillverbot auf dem gesamten Gelände auszusprechen. Immer wieder gab es Probleme wegen brennender Papierkörbe und kam es zu Löscheinsätzen der Feuerwehr mit verbrannten Stellen, verbranntem Gras auf der Wiese durch unsachgemäßen Umgang mit Grills.

Taubenpopulation eindämmen

Und falls noch weitere Schutzmaßnahmen auf der Halbinsel des Max-Eyth-Sees zum Schutz der Vogelinsel nötig seien, so bittet der Bezirksbeirat um angemessene Maßnahmen. Zuletzt war die Errichtung der Zäune und des recht groß ausgefallenen Sichtschutzzauns mit Plexiglasscheiben kontrovers diskutiert worden.

Überdies wird in Mühlhausen ein Lückenschluss für den Radverkehr gefordert; die Radwegverbindung soll vom Unteren Feuerbachtal zum Neckar geschaffen werden. Der Bezirksbeirat setzt auf eine angepasste Umsetzung im Verkehrsstrukturplan. Auf dem Wunschzettel steht auch die Bekämpfung der Rattenplage an der Endhaltestelle U2/U19 in Neugereut. Darüber hinaus soll die Taubenpopulation in Neugereut mittels eines Taubenschlags eingedämmt werden. Wie berichtet, hat die Wohnungsbaugesellschaft GWG bereits eine Taubenwand in Neugereut installiert. Die Stadt und das Stadttaubenprojekt haben sich dabei mit gekümmert. Vor ein paar Wochen ist das Projekt der Taubenwand im Sturmvogelweg in Betrieb genommen worden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: